In Zürich tut sich was! Die IG Gastfreundschaft Zürich (IGZ) hat sich gegründet und mit ihr ein bemerkenswerter Zusammenschluss aus Hotellerie, Gastronomie, Bars, Clubs und dem Zürich Tourismus. Wer hätte gedacht, dass solch ein Bündnis auch ein Stück weit Ordnung ins Regulierungschaos bringen könnte? Die IGZ hat sich das Ziel gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit und die Standortattraktivität der Region zu verteidigen. In Zeiten, in denen die Regulierungsdichte immer mehr zunimmt und Blockaden bei Bau-, Lärm- und Gastgewerberecht drohen, ist eine koordinierte Interessenvertretung mehr als willkommen.

Urs Pfäffli, der Präsident von Gastro Kanton Zürich, hebt die Bedeutung der gebündelten Kräfte hervor. Und recht hat er! Die Zersplitterung der Verbandspolitik hat lange genug gedauert. Mit der IGZ wird dieser Zustand nun beendet. Die beteiligten Organisationen – darunter der Zürcher Hotellerie-Verein (ZHV), die Bar- und Clubkommission und Zürich Tourismus – arbeiten gemeinsam an einem strategischen Ansatz, um politisch wirksam zu sein. Das klingt doch nach einer frischen Brise im starren Regelwerk!

Politische Einflüsse und neue Strukturen

Besonders spannend ist die Gründung der parlamentarischen Gruppe „Zürcher Gastfreundschaft“ im Kantonsrat. Diese Gruppe hat das Potenzial, Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse zu nehmen, die den öffentlichen Raum und die touristische Attraktivität betreffen. FDP-Kantonsrat Yiea Wey Te hat die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung der Vorschriften betont – und das ist kein leeres Geschwätz. Die neue Struktur der IGZ, die systematisches Monitoring und externes Mandat für Koordination und Beratung umfasst, könnte genau das bewirken.

Michael Böhler, ZHV-Präsident, sieht die Interessen der gesamten Branche über die Profilierung einzelner Verbände hinaus. Das ist ein starkes Signal in einer Zeit, in der Zusammenarbeit gefragter ist denn je. Die Anekdote über die Verwechslung von Backstempeln zwischen ZHV und Gastro Zürich zeigt, wie eng die Zusammenarbeit bereits ist – manchmal geht es eben nicht nur um Zahlen und Fakten, sondern auch um die kleinen Geschichten, die das große Ganze ausmachen.

Ein Blick über die Grenze

Wer jetzt denkt, die Herausforderungen beschränken sich nur auf Zürich, der irrt sich gewaltig. Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass die Hotellerie auch dort mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Laut dem aktuellen Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2025“ des Hotelverbands Deutschland (IHA) zeigt die Branche zwar Resilienz, doch die wirtschaftlichen Herausforderungen bleiben nicht aus. Inflation, steigende Betriebskosten und ein zunehmender Druck durch Regulierungen setzen den Betrieben zu.

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Die deutschen Hoteliers müssen sich zudem um die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit kümmern. IHA-Vorsitzender Otto Lindner fordert daher verlässliche politische Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung der Branche. Das klingt nach einem Aufruf an die Politik, endlich zu handeln, um die Hotellerie nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz zu stärken.

Insgesamt zeigt sich, dass die Herausforderungen vielfältig sind, sei es in Zürich oder anderswo. Es bleibt spannend, wie die IGZ und ihre Partner die Zukunft gestalten werden. Vielleicht wird dieses Bündnis ja zum Vorbild für andere Regionen. Für die Gastronomie und Hotellerie in Zürich heißt es jetzt: Augen auf und mit frischem Elan in die Zukunft!