Heute ist der 24.07.2026 und während die Sonne über Zürich aufgeht, gibt es Neuigkeiten aus der Schafhaltung. Der Kanton Zürich hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: die Eliminierung der Schafkrankheit Moderhinke. Diese Krankheit, die durch das Bakterium «Dichelobacter nodosus» verursacht wird, macht den Schafhaltern im Kanton ganz schön zu schaffen. Zuletzt waren 16 von insgesamt 808 Schafhaltungen betroffen. Um die Schafe gesund und munter zu halten, müssen die Halter nun aktiv werden.

Ohne eine gezielte Behandlung kann Moderhinke ernsthafte Folgen haben. Entzündungen, Nekrosen und sogar Hornablösungen sind keine Seltenheit. Das ist für die Tiere nicht nur schmerzhaft, sondern auch für die Schafhalter eine große Herausforderung. Die Schweiz hat sich vorgenommen, die Moderhinke innerhalb von fünf Jahren auf weniger als 1% der Schafhaltungen zu reduzieren. Ein nationaler Bekämpfungsplan, der seit Herbst 2024 läuft, soll dabei helfen. Schafhaltungen werden in fünf Untersuchungsperioden zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März getestet. Bei kleinen Herden bis 20 Schafen werden alle Tiere untersucht, bei größeren Herden immerhin noch 30 Tiere. Die Ergebnisse liegen in der Regel schon nach 48 Stunden vor.

Wie geht’s weiter?

Die Schafhalter, die ein negatives Testergebnis erhalten, dürfen aufatmen: Ihr Betrieb erhält den Status „frei“. Doch bei einem positiven Befund sieht die Sache anders aus. Dann wird der Betrieb sofort gesperrt und die Halter dürfen keine Schafe auf Wanderschaft oder an Ausstellungen teilnehmen. Schafe dürfen nur unter strengen Auflagen gesömmert werden – ein echter Schreck für die Halter! Nur Fahrten zum Schlachter oder der Wechsel in einen anderen gesperrten Betrieb sind erlaubt. Das ist alles andere als einfach.

Dazu kommt, dass die Halter ihre Herde sanieren müssen. Das bedeutet wöchentliche Klauenpflege und ein bis zwei Bäder. Die betroffene Weidefläche darf mindestens vier Wochen nicht genutzt werden. Die Sanierung selbst zieht sich im Durchschnitt über sechs bis acht Wochen hin und kann bei großen Herden sogar bis zu zwölf Wochen dauern. Am Ende der Sanierungsphase werden erneut Proben entnommen. Was für ein Aufwand!

Die Situation im Überblick

Aktuell sind in Zürich 16 Betriebe gesperrt – das entspricht 1,9% der Haltungen. Im vergangenen Winter kamen 29 infizierte Betriebe hinzu, von denen 21 erfolgreich saniert wurden. Vor dem Programmstart war man von 25% betroffenen Betrieben ausgegangen. Nach der ersten Untersuchung stellte sich heraus, dass es nur 11% waren. Das zeigt, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt.

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Das große Ziel ist es, das Wohl von rund 20.000 Schafen im Kanton Zürich zu gewährleisten. Ein gesundes Schaf ist nicht nur für die Halter von Bedeutung, sondern trägt auch zur Landwirtschaft und zur regionalen Identität bei. Es ist eine Herausforderung, die mit viel Engagement und Liebe zur Tierhaltung angegangen werden muss.