Zürich zieht den Stecker: E-Trottis unter Druck
Heute, am 23.07.2026, brodelt es in Zürich, und das nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen. Die Stadt hat sich entschieden, dem chaotischen E-Trottis-Treiben ein Ende zu setzen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Regelung, die das Sicherheitsdepartement unter Karin Rykart in Angriff genommen hat. Man will die Anzahl der E-Trottis drastisch reduzieren – von aktuell geschätzten 6000 auf nur noch 3000. Das hat schon mal für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt.
Ein weiterer Knackpunkt ist, dass die Anbieterzahl von derzeit acht auf drei limitiert werden soll. Das Ganze, so wird gemunkelt, geht auf einen Vorstoß von SP-Nationalrat Islam Alijaj zurück, der sich schon 2022 als Gemeinderat mit diesem Thema beschäftigt hat. Die Stadtbewohner haben die bunten E-Trottis oft wild abgestellt gesehen – auf Trottoirs, vor Geschäften und sogar am Bahnhof. Da kann man schon mal den Überblick verlieren und auch das Verständnis der Anwohner ist nicht immer das beste. Ein echtes Ärgernis, muss man sagen!
Die neue Regelung im Detail
Was genau soll sich ändern? Die neuen Regelungen sehen vor, dass E-Trottis im Kreis 1 und in der Nähe der Bahnhöfe nur noch an bestimmten Stationen abgestellt werden dürfen. Das klingt nach einem ersten Schritt in die richtige Richtung, könnte aber auch zu einem weiteren Streitpunkt werden. Linke Parteien, allen voran die SP und die Grünen, fordern eine Ausweitung dieser Regelung auf das gesamte Stadtgebiet. Sie träumen sogar von der Umwandlung von Autoparkplätzen in Abstellzonen für Leihfahrzeuge. Ob das wirklich die Lösung ist? Die Meinungen gehen auseinander.
Die AL hat noch einen weiteren Vorschlag in petto: einen städtischen Dienst einzurichten, der falsch abgestellte E-Trottis entfernt. Die Anbieter müssten dann eine Gebühr für die Rückgabe zahlen. Das klingt nach einer interessanten Idee, könnte aber auch schnell zu einem bürokratischen Albtraum werden. Kritiker von FDP und SVP sehen die geplanten Maßnahmen als übertrieben und warnen vor einem Eingriff in die Privatwirtschaft. SVP-Gemeinderat Stefan Iten ist überzeugt, dass die Reduzierung der Leihfahrzeuge das Problem nicht wirklich löst, und bezweifelt, dass Abstellstationen durchsetzbar sind.
Ein Blick in die Zukunft
Die Diskussion um die E-Trottis ist also noch lange nicht zu Ende. Seit Juli haben fünf Anbieter eine schweizweite Meldeplattform für falsch geparkte E-Trottis ins Leben gerufen. Das klingt gut, aber ob es tatsächlich hilft, bleibt abzuwarten. Vielleicht wird das Chaos ja so etwas weniger chaotisch. Jedenfalls wird es spannend sein zu beobachten, wie sich diese Regelungen auf die Nutzung der E-Trottis und das Stadtbild von Zürich auswirken werden.
Wie wir alle wissen, ist die Stadt ein lebendiger Organismus, der sich ständig wandelt. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen einen guten Mittelweg finden, der sowohl den Bedürfnissen der Stadtbewohner als auch den Anbietern gerecht wird. Auf jeden Fall wird es in den nächsten Monaten noch viel Gesprächsstoff geben – und vielleicht sogar das eine oder andere hitzige Plädoyer für oder gegen die E-Trottis!
