Heute ist der 4.07.2026 und in Zürich dreht sich alles um die begehrten Kontrollschilder. Wer hätte gedacht, dass man mit einem Stück Metall so viel Geld machen kann? Im Kanton Zürich werden jährlich rund fünf Millionen Franken durch den Verkauf von speziellen Kontrollschildern eingenommen. Wahnsinn, oder? Besonders gefragte Autonummern erzielen bei Auktionen hohe Preise, die einem schon mal die Augen öffnen können. Zum Beispiel wurde das Kontrollschild «ZH24» im Jahr 2024 für sage und schreibe 299.000 Franken versteigert. Und wenn man sich dann noch die «ZH11» ansieht, die 2025 für 262.000 Franken verkauft wurde, fragt man sich: Was macht diese Nummern so besonders?

Der Kanton Zürich hat eine lange Tradition der Auktionen für Kontrollschilder. Diese finden nicht nur zu besonderen Anlässen statt, sondern auch immer wieder in den Frühlingsmonaten oder vor Weihnachten. Zuletzt wurde das Kontrollschild «ZH 26» versteigert, und das mit dem sportlichen Hintergrund des kommenden Sportjahres 2026, das die Eishockey-WM und die Fussball-WM umfasst. Man könnte fast meinen, die Nummern sind die Eintrittskarten zu einem exklusiven Club. Und die Preise? Die steigen und steigen. Kürzlich erzielte das «ZH26» 81.000 Franken. Das ist doch ein schöner Betrag, oder? Im Vergleich dazu bringt der Kanton Bern nur etwa 1,5 Millionen Franken jährlich aus dem Handel mit Kontrollschildern ein – da hinkt man schon hinterher.

Der Unterschied zwischen den Kantonen

In anderen Kantonen wie Solothurn oder Aargau sieht es nicht viel anders aus. «SO1» wechselte in Solothurn für fast 400.000 Franken den Besitzer, während «AG55» im Aargau 2021 für 132.400 Franken verkauft wurde. Diese Summen sind beeindruckend und zeigen, dass das Interesse an speziellen Kontrollschildern weit verbreitet ist. Im Kanton Bern hingegen ist die Situation etwas mau. Hier sind keine aktuellen Verkäufe von besonders lukrativen Kontrollschildern bekannt. Viele attraktive Kontrollschilder sind bereits im Verkehr, und eine Direktübertragung von Kontrollschildern ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Das könnte den Verkaufspreis erheblich beeinflussen.

Und was ist mit den Wunschnummern? Fehlanzeige! Im Kanton Zürich gibt es keine Möglichkeit, sich seine Traumnummer auszusuchen. Die Kontrollschilder bleiben zudem immer im Eigentum der Behörde und können nicht einfach an Dritte verkauft oder abgetreten werden. Innerhalb der Familie ist das vielleicht noch möglich, aber eine Nummer für die nächste Zeit zur Versteigerung ist nicht in Sicht.

Politische Strömungen und ihre Auswirkungen

Die Einnahmen aus den Kontrollschild-Versteigerungen fließen in die allgemeine Staatskasse. Aber das Thema beschäftigt auch die Politik. Der Regierungsrat muss jetzt eine Gesetzesänderung ausarbeiten. SVP, FDP und Mitte möchten diese Mittel in den Strassenfonds umleiten, der für den Bau und den Unterhalt von Straßen zuständig ist. Doch die Meinungen darüber gehen auseinander. Mario Fehr, der Sicherheitsdirektor, kann nicht nachvollziehen, warum Menschen so viel für ein Kontrollschild bezahlen. Komischerweise gibt es auch Stimmen, die sagen, die wenigen Millionen Franken aus den Versteigerungen könnten den Strassenfonds nicht sanieren. Abgesehen davon könnte die Einnahmequelle durch die Zunahme von E-Autos, die von Abgaben befreit sind, noch weiter sinken.

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Das Thema ist also vielschichtig. Es geht nicht nur um die Kontrolle der Nummern, sondern auch um die finanziellen Strömungen, die damit verbunden sind. Der Kanton Zürich hat mit seinen Kontrollschildern ein spannendes, wenn auch etwas skurriles, System entwickelt, das zeigt, wie viel Emotion und Geld in einem Stück Metall stecken kann. Und während die Auktionen weitergehen, bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge in der Zukunft entwickeln werden.