Heute ist der 3.07.2026 und die Erinnerungen an die letzten schweren Unwetter in Zürich sind noch frisch. Es war ein echtes Spektakel, einmal mehr hat die Natur gezeigt, was sie draufhat. Am 19. Juni und dann in der Nacht auf den 1. Juli hat die Stadt eine beeindruckende Demonstration ihrer Kräfte erlebt. Peter Wullschleger, der seit 21 Jahren als Kommandant der Feuerwehr und des Zivilschutzes bei Schutz und Rettung Zürich im Einsatz ist, hat einiges zu erzählen.

Beim ersten Unwetter, das am 19. Juni über Zürich zog, war es vor allem der Wind, der die Bäume entwurzelte und sogar einen Todesfall verursachte. Nach etwa zwei Stunden war der Spuk vorbei, aber die Schäden waren sichtbar. Und dann kam die Nacht auf den 1. Juli – mit gleich mehreren Gewitterwellen, die fast tausend Einsätze zur Folge hatten. Zum Vergleich: Normalerweise gibt es an einem Tag zwischen 30 und 40 Einsätze. Das zeigt, wie heftig die Lage war.

Mehr Einsätze, mehr Vorbereitung

Wullschleger hat bemerkt, dass die Intensität und Häufigkeit der Unwetter in den letzten Jahren zugenommen haben. Statistiken belegen das, und auch die Vorbereitungen von Schutz und Rettung Zürich sind entsprechend angepasst worden. Im Unwettermodus wird alles Mobilisierte – zusätzliche Call-Taker und Disponenten stehen bereit, und Material wird strategisch in der Stadt verteilt. Die Rettung von Menschen und Tieren steht dabei immer an oberster Stelle. Das ist ein beruhigender Gedanke, wenn man sich überlegt, wie viele Notfälle auch während eines Unwetters behandelt werden müssen. Verkehrsunfälle oder Brände – alles wird priorisiert.

Ein besonderes Highlight ist der Schnelleinsatzzug des Zivilschutzes, der innerhalb von 30 Minuten mit 50 Zivilschützern einsatzbereit ist. Wenn das kein beeindruckendes Team ist! Und auch wenn die Einsatzleitzentrale während eines Großereignisses wie ein Bienenstock brummt, arbeiten die Leute dort nach strengen Abläufen. Es ist wichtig, dass alles schnell geht, auch wenn das Geräuschlevel hoch ist.

Technologie und menschlicher Instinkt

Eine Sache ist mir besonders aufgefallen: Künstliche Intelligenz wird in der Einsatzleitzentrale noch nicht umfassend genutzt, vor allem wegen der Datenschutzbedenken. Das ist ehrlicherweise auch ein bisschen schade, denn die Technologie könnte sicher helfen, die Abläufe noch effizienter zu gestalten. Aber Wullschleger hat einen guten Punkt: Er empfiehlt, bei Gefahren lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zu melden. Denn in der Schweiz gibt es mehrere Notrufnummern, die effektiver sind als eine zentrale Nummer.

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Die Zusammenarbeit mit der Polizei und den Veranstaltern bei Entscheidungen über die Unterbrechung von Veranstaltungen, wie etwa Konzerte, zeigt, dass die Sicherheit der Bürger an erster Stelle steht. Auch wenn die Vorfreude auf ein Event groß ist, müssen Sicherheit und Gesundheit immer Vorrang haben. Die letzten Unwetter haben uns das eindrücklich vor Augen geführt. Es gibt immer Reserven, die mobilisiert werden können – Berufsfeuerwehr, Milizfeuerwehr und Zivilschutz stehen bereit, wenn es darauf ankommt.

Die nächste Frage ist, wie wir uns auf solche Unwetter vorbereiten können. Vielleicht sollten wir alle einen Blick auf unsere Notfallpläne werfen und uns überlegen, wie wir im Ernstfall am besten reagieren können. Letztlich sind wir alle Teil der Gemeinschaft, und gemeinsam können wir uns gegenseitig unterstützen.