In der Nacht auf Samstag hat die Kantonspolizei Aargau eine umfassende Präventions- und Fahndungsaktion durchgeführt, die nicht nur in Aargau, sondern auch in Zürich stattfand. Ein wahrer Kraftakt, der auf verschiedenen Hotspots gerichtet war, wo die Polizei mit Kantonspolizeien, Regional- und Kommunalpolizeien, sowie den Mitarbeitern des Zoll- und Grenzschutzes, und des Aargauer Verkehrsbundes zusammenarbeitete. Vor allem in Spreitenbach und Dietikon wurde eine gezielte Präsenz gezeigt, und das aus gutem Grund: Die Jugendgewalt-Vorfälle in diesen Gebieten haben alarmiert.

Die Zahlen sprechen für sich: Im Kanton Aargau hat sich die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Allein im Jahr 2025 wurden rund 2500 Einbruchdiebstähle registriert. Das ist eine Kriminalitätswelle, die Polizeikommandant Michael Leupold als besorgniserregend beschreibt. Die Corona-Maßnahmen, die viele Menschen dazu brachten, mehr Zeit zu Hause zu verbringen, scheinen einen Teil des Problems ausgemacht zu haben. Die Bevölkerung hat ein berechtigtes Bedürfnis nach Sicherheit im öffentlichen Raum und dem Schutz ihrer vier Wände.

Die Polizei schlägt zurück

Die Polizei hat in den letzten Monaten einen Anstieg von luxuriösen Autodiebstählen verzeichnet, viele Täter stammen aus Frankreich. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein neuer Trick zur Abschreckung von Dieben eingesetzt. Die Schwerpunktaktion konzentrierte sich auf gebietsspezifische Kontrollen in einbruchgefährdeten Zonen und stark frequentierten Verkehrsachsen, insbesondere im Fricktal und Limmattal. Die Kontrollen umfassten die Überprüfung der Verkehrssicherheit und die Anhaltung gesuchter Personen. Dabei fiel auf, dass zwei Personen mit offenen Ausschreibungen kontrolliert wurden. Ein erfreuliches Detail: Nur ein Wohnungseinbruch wurde während der gesamten Aktion verzeichnet, was unter dem Durchschnitt liegt.

Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Sicherheitslage im Aargau bleibt dynamisch und anspruchsvoll. In der aktuellen Kriminalitätsstatistik sind etwa 60 % der Straftaten Vermögensdelikte, mit einer Aufklärungsquote von nur 20 %. Gewaltkriminalität ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 10 % gestiegen, während die Zunahme von Straftaten gegen die sexuelle Integrität eine Aufklärungsquote von 90 % aufweist. So wurden im Jahr 2025 fünf vollendete Morde verzeichnet, die alle aufgeklärt werden konnten. Das zeigt, dass die Polizei aktiv ist, aber auch, dass es viel zu tun gibt.

Ein Blick nach vorne

Die Polizei zieht eine positive Bilanz der jüngsten Aktion und hebt die Bedeutung der interkantonalen Zusammenarbeit hervor. Dennoch bleibt die Frage der Sicherheit eine zentrale Herausforderung für die Bevölkerung. Die Problemzonen sind klar definiert: Treffpunkte von Asylbewerbern und Bahnhöfe zählen zu den Hotspots, wo häufig Gewalt und Racheakte aufgrund missratener Betäubungsmittelgeschäfte auftreten.

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Und was ist mit den weiteren Maßnahmen? Die Kantonspolizei Aargau plant, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung des Trends bei Wohnungseinbrüchen fortzusetzen. Die Bevölkerung ist aufgefordert, wachsam zu sein und aufmerksam durch ihre Nachbarschaften zu gehen. Es gibt auch einen umfassenden Ansatz gegen Cyberkriminalität, die im Jahr 2025 Schäden von 19,2 Millionen Franken verursacht hat. In einem Fall wurden 138 Geschädigte registriert, und es gab 700 nachgewiesene Überweisungen an die Täterschaft.

Wer mehr über die aktuelle Kriminalitätslage im Aargau erfahren möchte, findet umfassende Informationen auf den offiziellen Statistiken des Bundesamts für Statistik hier.