Im Jahr 2025 hat das Kantonale Labor Zürich eine umfangreiche Prüfung von über 21.000 Proben durchgeführt, wobei bemerkenswerte 10% beanstandet wurden. Diese hohe Zahl an Beanstandungen ist vor allem das Ergebnis gezielter Kontrollen von Produkten, die ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit darstellen. Das Labor, welches Teil der Gesundheitsdirektion ist, hat dabei nicht nur Lebensmittel, sondern auch Gebrauchsgegenstände und Trinkwasser unter die Lupe genommen.
Besonders alarmierend sind die Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben, die immer wieder festgestellt wurden. So war der Zugang zu Solarien für Minderjährige durch deaktivierte Zutrittskontrollen nicht gewährleistet. In solchen Fällen wurden sogar Strafanzeigen gestellt. Auch in Kinos gab es Probleme, wo Werbung für Suchtmittel unterbunden werden musste. Bei der Kontrolle von Lebensmitteln stellte das Labor zudem fest, dass einige Produkte mit „High Protein“-Kennzeichnung den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprachen. Besonders kritisch war der Rückruf von 18 Produkten aufgrund von Pestizidrückständen, die erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich brachten.
Neue Fachstelle für Tabakprodukte
Um diesen Herausforderungen besser begegnen zu können, wurde im November 2025 eine neue Fachstelle ins Leben gerufen, die sich spezifisch mit dem Vollzug des Tabakproduktegesetzes befasst. Diese Fachstelle soll Betriebs- und Produktekontrollen sowie Testkäufe durchführen und die Werbung für Tabak, Vapes und Hanf mit niedrigem THC-Gehalt überwachen. Ziel ist es, insbesondere Kinder und Jugendliche zu schützen und sicherzustellen, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden.
Im Rahmen der Inspektionen hat das Kantonale Labor im Jahr 2025 über 8.389 Lebensmittelinspektionen sowie 32 Solarienkontrollen durchgeführt. Bei den 21.278 untersuchten Proben waren fast die Hälfte aufgrund mikrobiologischer Mängel beanstandet worden. Trotz dieser Mängel zieht das Labor ein positives Fazit: Der Großteil der geprüften Schmuckprodukte war unbedenklich und es gab nur selten Beanstandungen bei Frittierölproben aus Restaurants.
Kontrollen im nationalen Kontext
Die Kontrollen des Kantonalen Labors Zürich sind Teil eines größeren Systems zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit in der Schweiz. Der Bund ist für die Kontrolle an der Grenze verantwortlich, während die Kantone die amtlichen Kontrollen im Inland durchführen. Diese risikobasierten Einzelstichproben und amtlichen Kontrollkampagnen sind darauf ausgelegt, sowohl die Sicherheit der Lebensmittel zu gewährleisten als auch möglichen Betrug aufzudecken.
Zusätzlich gibt es nationale Programme wie das Nationale Fremdstoffuntersuchungsprogramm (NFUP), das jährlich eine Übersicht über Fremdstoffe in Lebensmitteln tierischer Herkunft bietet. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bundesämtern und kantonalen Behörden ist entscheidend, um aktuelle Themen und Herausforderungen gezielt anzugehen und die Bevölkerung zu schützen.
Die regelmäßigen Informationen, die das Kantonale Labor an die Bevölkerung und die Betriebe über seine Webseite und Newsletter bereitstellt, sind ein wichtiger Schritt, um Transparenz zu schaffen und das Bewusstsein für Lebensmittel- und Produktsicherheit zu schärfen. Weitere Details finden Sie in den Jahresberichten und auf den Webseiten der entsprechenden Behörden: Kantonales Labor Zürich und Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.