Heute ist der 27.05.2026 und wir schauen mal, was im Wallis derzeit so los ist. Ein gewaltiger Schatten lastet über der Region, und das hat nichts mit den majestätischen Alpen zu tun. Die Brandkatastrophe von Crans-Montana, die in der Silvesternacht das Barleben auf den Kopf stellte, hat das Image des Wallis als Feriendestination ordentlich ramponiert. Laut einer Umfrage von Valais/Wallis Promotion ist die Imagebewertung des Kantons von zuvor soliden 5,4 auf 5 gesunken. Das sind keine guten Nachrichten für die Tourismusbranche, die hier auf eine blühende Sommersaison gehofft hatte.

Damian Constantin, der Tourismusdirektor, hat die nationale Kampagne, die eigentlich den Glanz des Wallis feiern sollte, aus Respekt vor den Opfern des Brandes verschoben. Man plant jetzt, die Werbemaßnahmen erst im Mai zu starten. Bruno Huggler, Direktor von Crans-Montana Tourisme et Congrès, hat die gesunkene Imagebewertung nicht überrascht. Mit mindestens 41 Todesopfern hat die Tragödie ihre Spuren hinterlassen und könnte den Ruf der Region noch lange belasten.

Der Blick nach vorne

Ab Februar und März hat man die Kommunikation mit einem sanfteren, naturorientierten Ansatz wieder aufgenommen. Der Fokus liegt jetzt auf den schönen Seiten des Wallis – den atemberaubenden Landschaften, den kulinarischen Köstlichkeiten und der herzlichen Gastfreundschaft. Und das, obwohl die Ski-Weltmeisterschaften in Crans-Montana im Februar 2024 anstehen. Ein großes Event, das eigentlich ein Lichtblick sein sollte, aber im Schatten dieser Tragödie steht.

Die Umfrage zur Wahrnehmung des Kantons, bei der rund tausend Schweizerinnen und Schweizer befragt wurden, zeigt, dass das Vertrauen in die Region noch erschüttert ist. Normalerweise erreicht das Wallis hohe Werte auf der Imagebewertungsskala, doch jetzt wird man wohl noch ein wenig an der Reputation arbeiten müssen. Das Tourismusbüro hat bereits eine Studie zur Reputation des Reiseziels Crans-Montana in Planung, die nach den Ski-Weltmeisterschaften durchgeführt werden soll. Ein kluger Schachzug, um herauszufinden, wie die Region tatsächlich wahrgenommen wird und wo man anpacken kann.

Ein schwerer Gang

Es ist nicht leicht, nach einem solchen Unglück wieder in die Spur zu kommen. Die Wunden sind noch frisch, und viele werden sich noch lange an die Nacht des Brandes erinnern. Die Bar Le Constellation, die einst ein beliebter Treffpunkt war, wird in den Erinnerungen vieler lebendig bleiben – allerdings nicht in dem Glanz, den sie einst hatte. Die ganz große Frage ist nun: Wie kann das Wallis seinen guten Ruf zurückgewinnen? Die Antworten darauf werden wohl Zeit brauchen.

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Die Region hat viel zu bieten – erstaunliche Natur, großartige Wintersportmöglichkeiten und eine Kultur, die zum Staunen einlädt. Doch nach solchen Tragödien ist es oft der menschliche Aspekt, der über die Wiederherstellung des Vertrauens entscheidet. Es wird spannend zu beobachten, wie sich das Wallis in den kommenden Monaten entwickeln wird. Schließlich muss die Region nicht nur für sich selbst sondern auch für die, die sie besucht haben, wieder ein Ort des Wohlfühlens werden.