In Crans-Montana herrscht derzeit ein bisschen Aufregung – und das nicht nur wegen der atemberaubenden Alpenlandschaft. Der vierjährige Sohn der Familie Moretti darf seine alte Privatschule, die renommierte «Le Régent International School», nicht mehr besuchen. Da wird einem ganz anders, wenn man bedenkt, dass dieser Ausschluss nach der tragischen Silvesternacht erfolgte, die die Gemeinde erschütterte. Offenbar haben einige Eltern Druck auf die Schulleitung ausgeübt, um diese Entscheidung herbeizuführen. Es ist ein bisschen wie in einem schlechten Film, oder? Die offiziellen Gründe bleiben im Dunkeln, und die Gerüchteküche brodelt.

Die «Le Régent International School» ist bekannt für ihren hohen Preis – die jährlichen Kosten liegen zwischen 75.000 und 120.000 Franken. Gegründet wurde die Schule erst 2015 und hat sich schnell zu einer der teuersten und exklusivsten Bildungseinrichtungen in der Schweiz entwickelt. Mit einem internationalen akademischen Programm, das von IGCSEs bis hin zum IB-Diplom reicht, zieht sie Schüler aus aller Welt an. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sportlichen Aktivitäten und kulturellem Verständnis, was die Schule zu einem ganz besonderen Ort macht – und vielleicht auch zu einem Ort, an dem der Druck, der auf den Schülern lastet, besonders hoch ist.

Ein neuer Anfang in Lens

Die Familie Moretti hat sich, nach dem Schock des Ausschlusses, neu orientiert und ihr Kind besucht nun die öffentliche Schule in Lens, einer Nachbargemeinde von Crans-Montana. Es klingt fast schon nach einem Neuanfang, oder? Im Umfeld der Familie wird berichtet, dass die öffentliche Schule eine große Fürsorgepflicht gegenüber dem Kind hat. Das ist sicherlich ein wichtiger Unterschied zur Privatschule, wo der Druck auf die Schüler enorm sein kann. In Lens fühlt man sich offenbar etwas sicherer und geborgener.

Auf den ersten Blick mag der Wechsel zu einer öffentlichen Schule wie ein Rückschritt erscheinen, aber vielleicht ist es genau das, was das Kind braucht. In der Schweiz hinterfragen viele Familien die Volksschule, oft wegen Überforderung oder Leistungsdruck. Man hört Geschichten von Kindern, die unter dem Druck zusammenbrechen, wie der 15-jährige Gian, der unter Bauchschmerzen litt und kaum noch schlafen konnte. Die Mutter beschrieb ihn als „Häufchen Elend“. Solche Berichte lassen einen schon nachdenklich werden.

Die Frage nach dem richtigen Bildungssystem

So viele Familien in der Schweiz scheinen sich von der Volksschule abzuwenden. Der Leistungsdruck ist enorm, und viele Eltern sind sich nicht sicher, ob ihre Kinder dort die richtige Unterstützung erhalten. Vielleicht stellt sich die Frage, ob die Privatschulen wirklich die Antwort auf diese Herausforderungen sind, oder ob sie nicht vielmehr einen neuen Druck erzeugen. Das Beispiel der Familie Moretti zeigt, wie schnell sich die Dinge ändern können und wie wichtig es ist, das Wohl des Kindes an erste Stelle zu setzen.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die «Le Régent International School» wird sich sicherlich auch mit den Konsequenzen dieses Vorfalls auseinandersetzen müssen. Eine Sache ist jedoch sicher: Bildung ist ein sensibles Thema, und die Suche nach dem besten Weg ist oft alles andere als einfach.