In der malerischen Gemeinde Fully im Wallis hat sich ein besorgniserregender Vorfall ereignet. Ein Bewohner kehrte von einer Auslandsreise zurück und brachte das Denguefieber mit – eine tropische Krankheit, die sich, wie ein ungebetener Gast, in die Schweiz eingeschlichen hat. Dieser Vorfall ist nicht nur überraschend, sondern auch alarmierend, denn es ist das erste Mal, dass solche präventiven Maßnahmen im Kanton ergriffen werden.

Um der Ausbreitung dieses Virus vorzubeugen, wurden Insektizide im Quartier des Erkrankten versprüht. Die Bewohner wurden aufgefordert, für drei Tage keine Gartenarbeit zu verrichten, während Biologen sie über die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen nach der Insektizidbehandlung informierten. Ein kleiner Lichtblick: Die verwendeten Insektizide, die Pyrethrum – ein Extrakt aus der Kaukasus-Chrysantheme – enthalten, hinterlassen keine schädlichen Spuren in der Umwelt. In Kombination mit Sesamöl sollen sie die lästigen Mücken vertreiben.

Das Dengue-Fieber und seine Überträger

Die Hauptüberträger des Dengue-Fiebers sind die Gelbfiebermücken, auch bekannt als ägyptische Tigermücken. Diese kleinen Biester sind gut an den Menschen angepasst und fühlen sich in städtischen Gebieten besonders wohl. In den Tropen und Subtropen sind sie weit verbreitet, aber auch in Teilen Europas, wie Madeira oder Südrussland, haben sie mittlerweile Fuß gefasst. In Deutschland hingegen sind bislang keine Nachweise dieser Mücken zu verzeichnen – was uns ein wenig beruhigen sollte. Aber Vorsicht, die Asiatische Tigermücke breitet sich seit den 1990er-Jahren in Europa aus und wird zunehmend auch hierzulande gesichtet.

Diese Mücken sind nicht nur lästig, sondern auch gefährlich. Der Stich ist schmerzlos, aber oft juckend, und die Übertragung von Krankheiten wie Dengue, Zika oder sogar Chikungunya ist ein ernstes Problem. Die Weibchen benötigen Blut, um ihre Eier zu entwickeln, was sie zum Problem für uns Menschen macht. Ihre Aktivität ist vor allem in der Morgendämmerung und am späten Nachmittag am höchsten. Daher ist es umso wichtiger, präventive Maßnahmen zu ergreifen.

Symptome und Risiken des Dengue-Fiebers

Die Symptome des Dengue-Fiebers sind wie ein miesen Schnupfen – grippeähnlich, aber mit einem besonderen Kick! Hohe Temperaturen bis zu 40 Grad, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen sind typische Anzeichen. Man könnte fast sagen, es ist das „Knochenbrecher-Fieber“, denn die Schmerzen können ganz schön heftig sein. Ein Hautausschlag mit kleinen, blassroten Flecken kann ebenfalls auftreten, und die Lymphknoten können anschwellen.

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Die meisten Betroffenen erholen sich nach ein paar Tagen, doch Vorsicht ist geboten: Ein kleiner Teil entwickelt eine schwerere Form der Krankheit, die mit starken Bauchschmerzen, Atemnot und sogar Bewusstseinsstörungen einhergehen kann. Besonders gefährdet sind Kinder und Menschen, die schon einmal erkrankt waren. Wenn die Symptome nicht rechtzeitig behandelt werden, kann das sogar zu schweren Komplikationen führen.

Die Kantonsärztin Delphine Berthod hat erklärt, dass es in dieser Jahreszeit häufig vorkommt, dass Reisende mit Denguefieber zurückkehren. Die Prophylaxe und die Sensibilisierung der Bevölkerung sind also von größter Bedeutung, um die Einschleppung tropischer Krankheiten wie diesen zu verhindern. Es bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen in Fully erfolgreich sind und wir diese ungebetenen Gäste schnell wieder loswerden.