Infracore erobert die Börse: Ein spannender IPO für Spitalimmobilien in der Schweiz
Infracore, ein Spezialist für Spitalimmobilien, hat den Sprung an die Schweizer Börse SIX gewagt und plant einen Börsengang, der die Finanzwelt in Basel und darüber hinaus in Bewegung bringen könnte. Angekündigt wurde das Ganze Mitte Juni 2026, und die Vorfreude ist spürbar. Der Angebotspreis für die Aktien wurde auf 54,00 Franken festgelegt. Damit wird eine Marktkapitalisierung von etwa 826 Millionen Franken erwartet. Ein ganz schöner Brocken, wenn man bedenkt, dass die ersten Aktien am 9. Juli 2026 gehandelt werden sollen. Die Angebotsfrist läuft bis zum 7. Juli, also schnell sein, falls ihr euch für einen Einstieg interessiert!
Insgesamt werden bis zu 5,64 Millionen Aktien angeboten. Davon sind 3,70 Millionen neu ausgegebene Aktien, die durch eine Kapitalerhöhung entstehen. Der Rest kommt aus dem Bestand des Hauptaktionärs MPT Switzerland Holdings. Um die Sache noch interessanter zu machen, gibt es eine Upsize-Option von bis zu 1,20 Millionen Aktien und eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) für 736’111 Aktien. Das Ganze könnte einen Bruttozufluss von rund 200 Millionen Franken generieren. Und was wird mit dem Geld gemacht? Der Nettoerlös ist für die Finanzierung von Entwicklungsprojekten, der Sale-and-Leaseback-Pipeline und die Rückzahlung von Aktionärsdarlehen (ca. 55,2 Millionen Franken) eingeplant.
Ein Blick auf die Liegenschaften
Infracore ist keine unbekannte Größe. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und verwaltet mittlerweile 47 Spital- und Gesundheitsimmobilien an 19 Standorten in der Schweiz. Der Gesamtwert des Portfolios liegt bei stolzen 1,4 Milliarden Franken. Wichtig sind vor allem die Hauptstandorte in den Kantonen Waadt, Zürich, Genf und Tessin. Wer hätte gedacht, dass die Mieterträge im Geschäftsjahr 2025 bei 66,1 Millionen Franken lagen? Für das Jahr 2026 wird sogar eine Dividende von etwa 45 Millionen Franken erwartet, was einer Rendite von ca. 5,4 Prozent entspricht. Das klingt nach einer soliden Investition!
Die Anker-Investoren sind ebenfalls erwähnenswert. Cohen & Steers UK Limited und die Swiss Finance & Property Group haben sich mit insgesamt 75 bis 80 Millionen Franken beteiligt. Das gibt dem Ganzen einen gewissen Rückhalt und zeigt, dass auch große Investoren Vertrauen in die Zukunft von Infracore haben. Aevis Victoria, als Hauptaktionärin des Swiss Medical Network (SMN), plant, ihre Beteiligung komplett zu behalten und wird voraussichtlich rund 45,3 Prozent der Aktien halten.
Ein bisschen mehr über den IPO
Wie läuft so ein Börsengang eigentlich ab? Nun, für Infracore sind Citi und die Zürcher Kantonalbank als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners am Werk. Unterstützt werden sie von der Baader Bank und Swiss Finance & Property. Das alles klingt nach einem gut durchdachten Plan, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Aktien sollen am zweiten Handelstag sogar in den Swiss Performance Index (SPI), SPI Extra und den Immobilienindex SXI Real Estate Shares Broad aufgenommen werden. Das könnte für die Sichtbarkeit und den Handel der Aktien äußerst vorteilhaft sein!
Und während wir auf den ersten Handelstag warten, bleibt es spannend. Infracore hat sich das Ziel gesetzt, eine Opting-out-Klausel in ihre Statuten aufzunehmen, was von der Übernahmekommission bereits als gültig bestätigt wurde. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln und welche neuen Möglichkeiten sich für Investoren ergeben. Die Zukunft sieht vielversprechend aus und wir sind gespannt, wie sich der Markt in den kommenden Monaten entwickeln wird.
