In den letzten Jahren hat die Zahl der Autodiebstähle in der Schweiz deutlich zugenommen. AXA berichtet, dass jährlich fast 400 Fälle gemeldet werden. Im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie ist die Situation alarmierend – die Versicherung zahlte im letzten Jahr rund fünf Millionen Franken für Autodiebstähle, fast doppelt so viel wie zuvor. Man fragt sich: Was steckt hinter diesem Trend?

Die Dunkelziffer könnte noch höher sein, denn nicht jeder Diebstahl wird gemeldet. Der durchschnittliche Wert eines gestohlenen Fahrzeugs lag im letzten Jahr bei fast 14’000 Franken. Zum Vergleich: Über die letzten zehn Jahre betrug der durchschnittliche Schaden rund 10’000 Franken. Wenn man bedenkt, dass der Schaden durch Autodiebstähle im Verhältnis zu anderen Schadenarten immer noch selten ist, wird klar, dass regionale Unterschiede eine Rolle spielen. Besonders betroffen sind die Westschweizer Kantone Genf, Waadt und Basel-Stadt, wo die Diebstahlfrequenz zwischen 0.12% und 0.06% liegt.

Beliebte Marken und Diebstahlmethoden

Die Autodiebe haben es auf bestimmte Marken abgesehen. Besonders beliebt sind die Modelle von Land Rover, deren Diebstahlwahrscheinlichkeit über dem Durchschnitt liegt – über viermal höher, um genau zu sein. Auch Alfa Romeo, Porsche, Audi und Jeep finden sich häufig auf der Liste der gestohlenen Fahrzeuge. Im Gegensatz dazu sind Marken wie Tesla, Suzuki und Subaru weniger anfällig für Diebstähle. Die Methoden der Diebe sind oft raffinierter als man denkt: Das Entwenden und Kopieren von Autoschlüsseln oder die Manipulation von Keyless-Go-Systemen sind gängige Praktiken.

Was also kann man tun, um sein Auto zu schützen? Ratschläge gibt es viele. Die Platzierung der Autoschlüssel sollte gut überlegt sein – sichtbar deponieren sollte man definitiv vermeiden. Alarmanlagen oder Lenkradsperren sind ebenfalls gute Mittel, um potenzielle Diebe abzuschrecken. Wer sein Auto im Ausland parkt, sollte darauf achten, es auf bewachten Parkplätzen abzustellen.

Versicherung und Schutz

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Versicherung. Die Teilkaskoversicherung deckt Schäden nach einem Diebstahl ab. Sie ersetzt den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs, wobei die Selbstbeteiligung von der Erstattung abgezogen wird. Interessanterweise bleibt der Schadenfreiheitsrabatt bei einem Diebstahl unberührt – das bedeutet, dass eine Rückstufung in der Teilkaskoversicherung nicht stattfindet. Natürlich ist die Vollkaskoversicherung noch umfassender, da sie automatisch auch die Teilkaskoversicherung beinhaltet.

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Die Teilkaskoversicherung kommt nicht nur bei Diebstahl zum Tragen. Auch Schäden durch eingeschlagene Autoscheiben oder der Diebstahl von fest verbauten Autoteilen wie Bordcomputern oder Radios sind abgedeckt. Wenn man sich all diese Faktoren betrachtet, wird deutlich, wie wichtig es ist, sich gut abzusichern – sowohl durch technische Maßnahmen als auch durch eine passende Versicherung.

Ein Blick über die Grenze

Wenn man einen Blick nach Deutschland wirft, wird die Dimension des Problems noch deutlicher. Im Jahr 2023 wurden dort 14.162 kaskoversicherte Pkw gestohlen, was zu Schäden von 293 Millionen Euro führte. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Diebstähle, dennoch bleibt die Situation besorgniserregend. Besonders in Städten wie Berlin ist das Risiko hoch – mehr als jeder vierte Diebstahl findet dort statt. Fahrzeuge wie der Toyota Land Cruiser oder die Lexus-Modelle stehen bei den Dieben hoch im Kurs, was die Diebstahlzahlen weiter in die Höhe treibt.

Die Zahlen aus der Schweiz und Deutschland zeigen, dass Autodiebstahl ein ernsthaftes Problem darstellt, das viele Autofahrer betrifft. Ob man nun auf die neuesten Sicherheitsmaßnahmen setzt oder sich auf eine solide Versicherung verlässt, wichtig ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn bei einem Diebstahl ist der Verlust nicht nur finanzieller Natur – da hängt oft auch ein Stück Lebensqualität dran.