Bulle im Fokus: Ein Ort des Wandels für die reformierten Kirchen der Schweiz
In der malerischen Stadt Bulle, die sich im Herzen von Waadt erstreckt, stehen die Zeichen auf einen bedeutsamen Austausch. Vom 14. bis 16. Juni 2026 findet die Sommersynode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) statt. Das Hauptthema? Die Gemeinschaftsdefinition der reformierten Kirchen – und das sowohl intern als auch extern. Ein Thema, das sicher viele Gemüter bewegen wird!
Besonders spannend wird die Diskussion um den neuen Beitragsschlüssel, der die finanziellen Beiträge der Mitgliedskirchen an die EKS regeln soll. Der Schlüssel soll die Berechnung einfacher und transparenter gestalten. So sollen ärmere Kirchen entlastet werden, während die wohlhabenderen ihren Anteil erhöhen müssen. Dies hat bereits für Ärger gesorgt: Luzern ist nicht gerade begeistert, da es mit einer Erhöhung von rund 80 Prozent rechnen müsste. Ganz schön viel Holz, wenn man bedenkt, wie viele andere Themen ebenfalls auf der Agenda stehen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Synode wird sich nicht nur mit diesen brennenden Fragen auseinandersetzen, sondern auch mit weiteren Punkten, die die Rolle der EKS innerhalb der reformierten Kirchenlandschaft betreffen. Klarheit über das Subsidiaritätsprinzip in der EKS-Verfassung wird gefordert, und auch die politische Stellungnahme der EKS steht auf dem Prüfstand. Zahlreiche Synodale aus Zürich haben bereits eine Interpellation eingereicht, um Licht ins Dunkel zu bringen. Ehrlich gesagt, es wird eine hitzige Debatte erwartet!
Interessanterweise wird die Synode keine abschließenden Antworten liefern können, aber die Entscheidungen, die hier getroffen werden, könnten die zukünftige Ausrichtung der EKS maßgeblich beeinflussen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass solche Versammlungen stets von leidenschaftlichen Diskussionen geprägt waren. Man denkt nur an die Synode vom 11. Juni 2024, die mit einem Gebet endete und deren Traktanden eine Vielzahl an Themen abdeckten, von den Jahresberichten bis hin zur Wahl von Claudia Neuenschwander in den Stiftungsrat von HEKS. Es lohnt sich, die zukünftigen Synoden im Auge zu behalten – die nächste bereits vom 15. bis 17. Juni 2025 in St. Gallen.
Ein Abschied mit Bedauern
Inmitten dieser organisatorischen Veränderungen gibt es bedauerliche Nachrichten: Ruth Pfister hat aus gesundheitlichen Gründen ihren Rücktritt aus dem Rat der EKS bekannt gegeben. Nach über sieben Jahren in der Exekutive war sie zuletzt für das Dossier „Schutz der persönlichen Integrität“ zuständig. Ihr Rücktritt fiel ihr nicht leicht, denn sie schätzte die Zusammenarbeit mit der Präsidentin Rita Famos und den Mitarbeitenden der Geschäftsstelle sehr. Es ist immer ein Verlust, wenn engagierte Stimmen die Bühne verlassen. Aber wie Famos sagt, das Verständnis für Pfisters Entscheidung ist da.
Die Vorbereitungen für die kommenden Synoden laufen auf Hochtouren, und die Fragen, die aufkommen, werden nicht nur die kirchliche Landschaft in der Schweiz beeinflussen, sondern auch die Menschen, die sich aktiv in diese Gemeinschaft einbringen. Bulle wird also nicht nur ein Ort der Begegnung, sondern auch ein Ort des Wandels. Wir dürfen gespannt sein!
