Heute ist der 1.05.2026, und im Kanton Uri tut sich was in Sachen Langzeitpflege. Der Regierungsrat hat die Vernehmlassung zum Entwurf des Gesetzes über Betreuung und Pflege eröffnet. Dies geschieht im Rahmen des Projekts „Weiterentwicklung Langzeitpflege Uri“, das darauf abzielt, die Betreuung und Pflege im Alter langfristig zu sichern und besser zu koordinieren. Die Idee ist es, ein Netzwerk aus Urner Gemeinden und Pflege-Institutionen, wie etwa Pflegeheimen und der Spitex Uri, zu schaffen, das sich um die Belange der älteren Bevölkerung kümmert.
Ein zentrales Element der Gesetzesvorlage ist die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft. Diese wird im Besitz von Kanton und Gemeinden sein und die Verantwortung für die Organisation von ambulanten, stationären und intermediären Angeboten übernehmen. Mit dieser Neuerung sollen nicht nur die Strukturen verbessert, sondern auch neue Instrumente wie eine Tarifkommission sowie Regelungen zur demokratischen Mitsprache bei größeren Investitionen eingeführt werden. So haben die Bürgerinnen und Bürger in Uri die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung ihrer Pflegeangebote teilzuhaben.
Vernehmlassungsverfahren und Informationsveranstaltungen
Das Vernehmlassungsverfahren läuft vom 1. Mai bis zum 31. August 2026. Für alle Interessierten – seien es Gemeinden, Institutionen oder politische Parteien – sind Informationsveranstaltungen geplant, um die Inhalte und Ziele des Gesetzes zu erläutern. Die Unterlagen zur Vernehmlassung sind auf der Webseite des Kantons Uri einsehbar: www.ur.ch/vernehmlassungen. Für Rückfragen steht der Regierungsrat Christian Arnold unter der E-Mail ch.arnold@ur.ch oder telefonisch unter +41 41 875 2159 zur Verfügung.
Die Initiative zur Weiterentwicklung der Langzeitpflege ist ein wichtiges Signal, gerade in einer Zeit, in der die Bevölkerungsstruktur sich wandelt und immer mehr Menschen Unterstützung im Alter benötigen. Die Gründung einer solchen Gesellschaft könnte die Weichen für eine zukunftsorientierte Pflege im Kanton Uri stellen und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren fördern.
Ein Blick in die Zukunft
Die geplanten Veränderungen sind nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern auch eine Antwort auf die Herausforderungen, die die demografische Entwicklung mit sich bringt. Die Schaffung eines transparenten und partizipativen Systems in der Langzeitpflege könnte das Vertrauen der Bevölkerung in die Angebote stärken und letztendlich zu einer höheren Lebensqualität für die älteren Bürgerinnen und Bürger führen. Das Engagement der Verantwortlichen für eine bessere Koordination und Sicherstellung der Pflege wird in Zukunft noch entscheidender werden.