Heute ist der 9.06.2026 und in Uri hat sich eine dringliche Situation entwickelt, die die Gemüter der Bevölkerung erhitzt. Die Sicherheitsdirektion hat eine Abschussverfügung für einen schadenstiftenden Wolf erlassen. Diese Verfügung gilt für 60 Tage und betrifft das Gebiet rund um die Wolfrisse. Der Grund? Auf der Alp «Heimkuhweide Fürlauwi» im Meiental, Wassen, haben Wölfe in den letzten Tagen gleich sechs Schafe gerissen. Das ist kein Pappenstiel! Ein erheblicher Schaden liegt vor, wenn in dem Streifgebiet eines einzelnen Wolfes innerhalb von vier Monaten mindestens sechs Nutztiere getötet werden.

Die Alp «Heimkuhweide Fürlauwi» gilt als nicht zumutbar schützbar. Das bedeutet, die Möglichkeiten, die Weidetiere vor den Raubtieren zu schützen, sind dort sehr begrenzt. Notfallmaßnahmen wurden bereits nach dem ersten Angriff ergriffen, darunter die Errichtung von Elektrozäunen. Es ist eine verzweifelte, aber notwendige Reaktion auf die stetig zunehmenden Probleme mit der Wolfspopulation in der Region. Die Abschussverfügung ist im Amtsblatt veröffentlicht worden, und die zuständige Abteilung Jagd des Amts für Forst und Jagd hat die Aufgabe, diese Verfügung umzusetzen. Beauftragt sind die kantonalen Organe der Wildhut sowie eventuell speziell benannte Jäger.

Hintergrund und europäische Gesetzesänderungen

Doch die Problematik mit den Wölfen ist nicht nur ein lokales Thema. Auf europäischer Ebene gibt es Bestrebungen, den Schutzstatus der Wölfe zu ändern. EU-Mitgliedsstaaten haben eine Gesetzesänderung gebilligt, die den Schutzstatus von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabstuft. Das Ziel dieser Änderung? Den Schutz von Weidetieren. Im Mai 2023 hat das EU-Parlament diese Änderungen beschlossen, was den Mitgliedstaaten mehr Flexibilität beim Management ihrer Wolfspopulationen gibt. Deutschland denkt sogar darüber nach, Abschüsse von Wölfen unter bestimmten Umständen zu erleichtern. Da wird’s spannend, denn Landwirte berichten von einem Anstieg an Angriffen auf Schafe und Rinder.

In Deutschland gibt es mittlerweile 209 bestätigte Wolfsrudel mit etwa 1.600 Tieren (Stand 2023/2024). Diese Rudel konzentrieren sich vor allem in Regionen wie Sachsen und Brandenburg. Die Sorgen der Landwirte sind also nicht unbegründet, vor allem wenn man bedenkt, dass in 2023 insgesamt 5.727 Tiere durch Wölfe geschädigt wurden – hauptsächlich Schafe. Und die Tierschützer? Die kritisieren die Änderung des Schutzstatus als unbegründet. Ein wahres Hin und Her! Der Bauernverband hingegen bezeichnet die Änderung als überfällig, um die Weidetiere zu schützen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Geschehnisse weiterentwickeln.

Die Verantwortung der Bundesländer

Ein weiteres spannendes Detail: Der Wolf soll ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Der Bundesrat entscheidet demnächst über Änderungen des Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetzes, und eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich. Dr. Sybille Klenzendorf vom WWF äußert sich zu den bevorstehenden Gesetzesänderungen, die den Fokus auf den Abschuss von Schadwölfen legen sollen. Diese Wölfe sind dafür bekannt, hohe Risszahlen zu verursachen. Allerdings besteht die Gefahr, dass eine anlasslose Jagd die Situation nur verschärfen könnte. In diesem Zusammenhang gilt es, den guten Herdenschutz aufrechtzuerhalten – so wie die beliebten Elektrozäune und Herdenschutzhunde.

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Die Verantwortung für das Wolfsmanagement wird zunehmend den Bundesländern übertragen, und die müssen sich nun länderübergreifend koordinieren. Aber hey, es gibt viel zu tun! Transparenz ist entscheidend, um den Nachweis zu erbringen, dass die Nutztierhaltung tatsächlich besser geschützt wird. Die Herausforderungen sind vielfältig, und die Lösungen müssen schnell und unbürokratisch angepackt werden, um eine Verschärfung der Lage zu verhindern.