Heute ist der 16.06.2026, und während wir in Uri die frische Luft genießen und den Blick auf die majestätischen Berge werfen, werfen wir auch einen Blick auf die Zahlen, die das Jahr 2025 für unsere Forstbetriebe gebracht hat. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie viel hinter der Pflege unserer Wälder steckt. Die Urner Forstbetriebe haben im vergangenen Jahr zusammen mit der Korporation Uri fleißig an der Schaffung und Erhaltung unserer Wälder gearbeitet. Ein Umsatz von rund 10 Millionen Franken ist eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie wichtig die Waldbewirtschaftung für uns ist. Und damit sind wir noch lange nicht am Ende der Geschichte.

Insgesamt wurden 375 Hektar Wald gepflegt, wovon 332 Hektar Schutzwald sind. Man kann sich gut vorstellen, wie viel Arbeit und Hingabe in diesen Flächen steckt. Die Forstbetriebe haben satte 27’960 Kubikmeter Holz behandelt, und das ist nicht nur eine Zahl, sondern das Resultat harter Arbeit. Dabei liegt die genutzte Holzmenge mit 22’022 Kubikmetern etwa 10 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Ein Rückgang um 1’180 Kubikmeter im Vergleich zum Vorjahr ist spürbar und gibt uns zu denken. Ein Teil des gefällten Holzes, nämlich 5’938 Kubikmeter, blieb sogar im Wald liegen – oftmals aufgrund von Waldschäden in abgelegenen Gebieten. Das sind Herausforderungen, denen wir uns dringend stellen müssen.

Die Herausforderungen der Waldbewirtschaftung

Die Waldbewirtschaftung im Kanton Uri steht vor gewaltigen Herausforderungen. Klimawandel, hohe Bewirtschaftungskosten und die damit verbundenen wirtschaftlichen Zwänge machen es nicht gerade einfacher. Mit durchschnittlichen Bewirtschaftungskosten von rund 165 Franken pro Kubikmeter und einem durchschnittlichen Holzerlös von 74 Franken pro Kubikmeter wird schnell klar: Hier klaffen Angebot und Nachfrage weit auseinander. Wie kann man bei diesen Zahlen die Nachhaltigkeit im Wald gewährleisten? Die Einnahmen der Forstbetriebe im Jahr 2025 setzen sich aus 38 Prozent öffentlichen Beiträgen, 39 Prozent Dienstleistungen und 23 Prozent Holzerlösen zusammen. Das gibt zwar einen kleinen Einblick in die finanzielle Lage, doch die Frage bleibt: Wie geht es weiter?

Die Forstbetriebe leisten einen unglaublichen Einsatz – 104’601 Arbeitsstunden entsprechen 57 Vollzeitstellen. Rund 85 Mitarbeitende, darunter 14 Forstwartlernende, sind tagtäglich im Einsatz, um unsere Wälder zu schützen und zu bewirtschaften. Die Aufträge an lokale Unternehmen in Höhe von 3,53 Millionen Franken zeigen, dass die Forstwirtschaft auch für die regionale Wirtschaft von Bedeutung ist. Das ist ein Lichtblick, gerade in Zeiten, in denen wir uns alle nach Stabilität und Unterstützung sehnen.

Ein Blick über den Tellerrand

<pWenn wir uns die Zahlen aus Deutschland anschauen, sehen wir, dass im Jahr 2024 rund 81,5 % des gesamten Holzeinschlags auf Nadelhölzer wie Fichte und Tanne entfielen. Das zeigt, dass auch in anderen Regionen die Holzernte große Schwankungen unterliegt. Der Einschlag von Nadelhölzern reduzierte sich um etwa 14,3 % im Vergleich zum Vorjahr – ein Zeichen dafür, dass auch hier die Ressourcen nicht unbegrenzt sind. Interessanterweise verzeichneten Kiefer und Lärche einen leichten Anstieg um knapp 5 %. Der Trend, dass der Energieholzanteil erstmals seit 2014 über 20 % des gesamten Holzeinschlags stieg, lässt darauf schließen, dass sich die Nachfrage nach nachhaltigen Energiequellen verändert.

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Schaut man sich die Verhältnisse in anderen Regionen an, wird deutlich, dass der Holzmarkt im Fluss ist. Die Waldeigentumsverhältnisse spiegeln sich in den Zahlen wider. Wenn wir die Herausforderungen der vergangenen Jahre mit all den Waldschäden und den wirtschaftlichen Hürden in Uri betrachten, müssen wir uns fragen, wie wir in Zukunft mit unseren Ressourcen umgehen wollen. Es ist an der Zeit, neue Wege zu finden, um unsere Wälder zu schützen, zu bewirtschaften und für zukünftige Generationen zu erhalten.