Heute ist der 10.05.2026. Ein Tag, der in der Schweiz nicht einfach nur der 10. Mai ist. Es ist der Tag, an dem wir alle innehalten sollten, denn die Klimasenioren in Altdorf haben ein eindringliches Zeichen gesetzt. Sie machen auf einen alarmierenden Zustand aufmerksam: Die Schweiz hat am 11. Mai 2026 ihren Erderschöpfungstag erreicht. Das bedeutet, dass wir bereits jetzt mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde regenerieren kann. Ein echter Weckruf!
Wie viele von uns wissen, ist der Ressourcenverbrauch der Schweiz derart hoch, dass bereits die Fähigkeit von Wäldern, Meeren und Böden zur CO₂-Absorption überfordert ist. Ab jetzt leben wir also „auf Pump“ – wir nutzen die Ressourcen auf Kosten zukünftiger Generationen. Ein Gedanke, der schwer im Magen liegt, oder? Die Klimagrosseltern, die engagiert gegen diesen Missstand ankämpfen, haben dennoch nicht die Hoffnung aufgegeben. Sie zeigen uns, dass es Wege gibt, wie wir durch technische Lösungen, staatliche Rahmenbedingungen und einen bewussteren Lebensstil zur Verbesserung beitragen können.
Ein Blick auf die Zahlen
Wenn wir der Realität ins Auge sehen wollen, müssen wir verstehen, was der Earth Overshoot Day bedeutet. Er erinnert uns daran, dass der Mensch die natürlichen Ressourcen der Erde überbeansprucht. Rückgang der biologischen Vielfalt, ein Überschuss an Treibhausgasen und der verschärfte Wettbewerb um Nahrungsmittel und Energie sind nur einige der direkten Folgen. Jedes Jahr gibt das Global Footprint Network den Earth Overshoot Day bekannt, und 2025 fiel dieser auf den 24. Juli. Das zeigt, dass wir auf einem gefährlichen Kurs sind.
Für Deutschland, das ebenfalls in der roten Zone landet, wird es 2026 bereits am 10. Mai kritisch. Seit rund zehn Jahren pendelt der Earth Overshoot Day auf einem hohen Niveau. In der Corona-Pandemie 2020 sank der Ressourcenverbrauch vorübergehend, was zu einem späteren Datum führte, doch 2021 stieg er wieder auf das Niveau von 2019. Für die Zukunft brauchen wir dringend Lösungen – Christoph Bals von Germanwatch sieht einen Wendepunkt durch erneuerbare Energien und andere Technologien.
Ein Weckruf für alle
Die Zahlen sind beeindruckend, ja fast schon erschreckend. Um den aktuellen Ressourcenverbrauch nachhaltig zu decken, bräuchten wir 1,7 Erden. Und das lässt uns nicht kalt! Der ökologische Fußabdruck umfasst nicht nur den Rohstoffverbrauch, sondern auch Müll und Abgase – wobei CO₂ den größten Anteil ausmacht. Wenn wir zurückblicken: Im Jahr 1987 fiel der Earth Overshoot Day auf den 19. Dezember, und seither hat sich die Situation dramatisch verschlechtert. Es ist höchste Zeit, dass wir handeln – für uns und für die Generationen, die nach uns kommen werden.
Die Klimasenioren in Altdorf haben das klare Ziel, Bewusstsein zu schaffen. Zahlreiche Passanten zeigten sich beeindruckt von den Aktionen, die mit viel Engagement und Leidenschaft durchgeführt werden. Es ist an der Zeit, dass wir alle aktiv werden und unseren Teil dazu beitragen. Denn es geht nicht nur um uns – es geht um das Überleben unseres Planeten. Und das ist eine Verantwortung, die wir uns nicht entziehen können.