Die Salbithütte, ein wahres Juwel im Göscheneralptal des Kantons Uri, hat sich über die Jahrzehnte als unverzichtbare Übernachtungsmöglichkeit etabliert. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1931 bietet sie nicht nur Schutz vor den Elementen, sondern auch einen Platz für zahlreiche Wanderer und Kletterer, die die umliegenden Berge erobern. Doch die Zeit hat auch hier ihre Spuren hinterlassen. Nach mehr als zwei Jahrzehnten ohne nennenswerte bauliche Veränderungen steht nun eine umfassende Sanierung an, die mit Spannung erwartet wird.
Die SAC-Sektion Lindenberg, die bereits seit über 130 Jahren besteht, hat sich dieser Herausforderung angenommen. Unter der Leitung von Francis Kuhlen, einem prominenten Lenzburger Einwohnerrat und Präsident der Hüttensanierung, wird ein Konzept mit dem vielversprechenden Titel «Jakobs Mantel» umgesetzt. Das Zürcher Büro KUF Architekten hat es geschafft, die historische Bausubstanz zu respektieren und gleichzeitig moderne Standards in Architektur und Nachhaltigkeit zu setzen.
Ein ehrgeiziges Projekt
Die Salbithütte steht auf 2105 Metern über Meer und wird nun umfassend umgebaut und erweitert. Der Umbau bringt nicht nur eine Aufstockung der Kapazität auf 67 Gastbetten und 68 Sitzplätze mit sich, sondern auch zukunftsorientierte Maßnahmen wie den Einbau zeitgemäßer Trockentoiletten. Die gesamten Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 4,6 Millionen Franken, wobei bereits 4.450.000 Franken aus verschiedenen Quellen wie dem Hüttenfonds des SAC, Spenden und Sponsoring in Aussicht stehen.
Das Projekt sieht zudem eine Materialseilbahn vor, die mit Kosten von 410.000 Franken kalkuliert ist, sowie die Elektrifizierung der Hütte aus dem Tal, die 290.000 Franken kosten soll. Die Baueingabe erfolgte bereits im Februar und die Baubewilligung wird diesen Sommer erwartet. Der Baustart ist für das Frühjahr 2027 geplant, sodass die Hütte nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit voraussichtlich im Herbst 2028 wieder in Betrieb genommen werden kann.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein zentrales Anliegen des Projektes ist die Nachhaltigkeit. Es wird darauf geachtet, einen möglichst CO2-armen Betrieb zu gewährleisten. Diese zukunftsorientierte Denkweise ist nicht nur trendig, sondern auch notwendig, um der Verantwortung gegenüber unserer Umwelt gerecht zu werden. Die Salbithütte wird somit nicht nur ein gemütlicher Rückzugsort in den Bergen, sondern auch ein Vorzeigeprojekt für nachhaltige Bauweise im alpinen Raum.
Mit der geplanten Sanierung wird die Hütte nicht nur modernisiert, sondern auch als bedeutender Hotspot für Kletternde und Wandernde weiter gestärkt. Die Verbindung zur Voralphütte SAC bleibt ein wichtiger Aspekt, denn die Hütte dient nicht nur als Übernachtungsmöglichkeit, sondern auch als Etappenziel auf vielen Touren durch die beeindruckende Berglandschaft. Die Vorfreude auf das, was da kommt, ist groß. Wenn die ersten Bauarbeiten im Frühjahr 2027 beginnen, wird ein Stück alpiner Tradition und Gastfreundschaft in neuem Glanz erstrahlen.