Heute ist der 6. Mai 2026 – ein wichtiger Tag für Ingenbohl und die gesamte Region Schwyz. Die erste offizielle Sprengung für den Morschacher Tunnel wurde durchgeführt, und die Atmosphäre war einfach elektrisierend. Vertreter des Bundesamts für Strassen (ASTRA), der Kantone Schwyz und Uri, Baumeister, Planer und Anrainergemeinden waren anwesend. Alle waren gespannt, als die Olympiasiegerin Nina Christen, die Tunnelpatin, den entscheidenden Knopf drückte und die erste Sprengung auslöste. Vielleicht ist es ein bisschen kitschig, aber das Bild von der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Tunnelbauer, die von Pfarrer Martin Kopp gesegnet wurde, hat viele berührt.

André Rüegsegger, der Schwyzer Regierungsrat und Baudirektor, brachte es auf den Punkt: Der Morschacher Tunnel wird in den nächsten 20 bis 30 Jahren eine zentrale Rolle als einziger großer Strassentunnel im Talkessel Schwyz spielen. Die neuen Axenstrasse umfasst gleich zwei Haupttunnel – den Sisikoner Tunnel mit 4.44 Kilometern und den Morschacher Tunnel mit 2.89 Kilometern. Beide werden durch konventionellen Sprengvortrieb ausgebrochen, ein Prozess, der mit etwa sechs Metern pro Tag vorangeht. Und ja, der Ausbruch des Morschacher Tunnels wird voraussichtlich mehr als zwei Jahre in Anspruch nehmen, also ein langwieriges Projekt, das den Anwohnern und Reisenden einige Geduld abverlangen wird.

Ein Meilenstein für die Verkehrssicherheit

Die Arbeiten am Sisikoner Tunnel laufen ebenfalls nach Plan. Der Neubau der Axenstrasse soll nicht nur die Verkehrssicherheit der Nord-Süd-Achse verbessern, sondern auch dafür sorgen, dass das Dorf Sisikon vom Durchgangsverkehr entlastet wird. Das ist eine willkommene Nachricht für die Anwohner, die in der Vergangenheit oft unter dem Verkehr gelitten haben. Wenn alles gut geht, wird die neue Axenstrasse voraussichtlich 2033 eröffnet. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 1,2 Milliarden Franken, wobei der Bund den Löwenanteil finanziert. Ein gewaltiger Betrag, der hoffentlich in eine zukunftssichere Infrastruktur investiert wird.

Und was passiert nach der Eröffnung der neuen Axenstrasse? Die bestehende Strasse wird saniert und soll dann für den Langsamverkehr sowie touristische Nutzung attraktiver gestaltet werden. Das klingt vielversprechend, denn die Region hat einige wunderschöne Ecken, die es zu entdecken gilt. Wer weiß, vielleicht wird das der Anstoß für touristische Aktivitäten, die die Region weiter beleben.