Heute ist der 4.05.2026 und in Uri gibt es Neuigkeiten, die für die Region von Bedeutung sind. Der Kanton Luzern hat sich das CKW-Aktienpaket des Kantons Uri gesichert. Das klingt erstmal nach Zahlen und Aktien, aber dahinter steckt einiges an strategischen Überlegungen. Mit diesem Kauf hat Luzern seine Beteiligung an der CKW AG von 9,93 Prozent auf 10,36 Prozent erhöht. Das ist nicht einfach nur ein paar Prozente mehr – Luzern überschreitet damit die magische 10-Prozent-Schwelle und erhält zusätzliche Rechte als Minderheitsaktionär. Wer hätte gedacht, dass das Kaufrecht so viel Macht mit sich bringt?

Zu den neuen Rechten gehören unter anderem der Antrag auf eine Sonderuntersuchung und die Möglichkeit, eine Generalversammlung einzuberufen. Besserer Schutz vor einem „Squeeze-out“ ist auch ein wichtiger Punkt. Man kann sich vorstellen, dass das ganz schön viel Einfluss bedeutet! Über den Preis des Aktienpakets wurde Stillschweigen vereinbart, was in Zeiten von Spekulationen und Gerüchten für zusätzliche Spannung sorgt. Der Kanton Uri hat seine Beteiligung von 0,43 Prozent verkauft, da sie für ihn nicht strategisch bedeutend ist. Uri möchte sich schließlich stärker auf eigene Energieprojekte konzentrieren und die Wasserkraft ausbauen – ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“.

Ein Blick auf die CKW AG

Die CKW AG, die das Stromnetz in 75 der 79 Luzerner Gemeinden betreibt, steht damit im Mittelpunkt eines spannenden Spiels zwischen den Kantonen. Interessanterweise besitzt die Axpo Holding AG satte 85,9 Prozent der CKW AG und ist vollständig im Besitz der Nordostschweizer Kantone sowie deren Kantonswerke. In der Januar-Session des Luzerner Kantonsparlaments wurde die Rolle Luzerns in Bezug auf seine CKW-Beteiligung diskutiert. Es scheint, als wolle man sich hier nicht nur auf die Energiewende vorbereiten, sondern auch aktiv mitgestalten.

Was diese Entwicklungen für die Energiepolitik in der Schweiz bedeuten, ist ein weiterer spannender Aspekt. Die schweizerische Energiepolitik, die seit 1990 in der Verfassung verankert ist, umfasst eine Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften, die eine sichere und umweltverträgliche Energieversorgung garantieren sollen. Artikel 89 legt fest, dass Bund und Kantone für eine ausreichende, sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung sorgen müssen. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 wurde die Energiestrategie 2050 ins Leben gerufen, die eine Totalrevision des Energiegesetzes beinhaltete. Und so wurde das überarbeitete Energiegesetz am 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt und ein neues Kapitel für die Energieversorgung in der Schweiz aufgeschlagen.

Ein Spiel um die Zukunft

Der Kanton Luzern und Uri scheinen sich also in einem strategischen Spiel zu befinden, das weit über die Grenzen der eigenen Region hinausgeht. Mit dem Fokus auf erneuerbare Energien und der Stärkung der Versorgungssicherheit, besonders im Winter, sind sie Teil einer größeren Bewegung, die die Zukunft der Energieversorgung in der Schweiz gestalten möchte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche weiteren Schritte die Kantone in den kommenden Monaten unternehmen werden.

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