Am Freitagabend, dem 17. Juli 2026, hat es in Silenen ordentlich geschüttet. Heftige Niederschläge zogen über die Region und sorgten dafür, dass die Geschiebesammler Schipfen und Selderbach bis zum Rand gefüllt wurden. Laut Schätzungen des Amts für Tiefbau wurden rund 33’000 Kubikmeter zurückgehalten. Das klingt nach einer Menge Wasser, nicht wahr? Aber diese Geschiebesammler sind nicht einfach nur große Löcher im Boden – sie sind ein entscheidender Teil der Hochwasserschutzmassnahmen des Kantons Uri. Ihr Ziel? Den Schutz des Siedlungsgebiets und des Kulturlands vor möglichen Schäden.

Baudirektor Hermann Epp ließ es sich nicht nehmen, die Wirksamkeit dieser Schutzmassnahmen persönlich zu begutachten. Am Samstagvormittag besuchte er zusammen mit Fachleuten der SBB die betroffenen Stellen. Ohne die Geschiebesammler – da sind sich alle einig – wären massive Schäden zu erwarten gewesen. Diese Art von Niederschlägen kann schnell zu einer richtigen Bedrohung werden, und die aktuellen Wetterverhältnisse machen das nicht einfacher. Man kann nur froh sein, dass die Geschiebesammler rechtzeitig einsatzbereit waren.

Räumungsarbeiten im Gange

Doch nach solchen großen Ereignissen heißt es schnell handeln. Die Geschiebesammler müssen zügig freigeräumt werden, damit sie auch bei zukünftigen Niederschlägen wieder funktionieren können. Ende Juni 2026 waren die Geschiebesammler Tobel und Palanggenbach in Seedorf ebenfalls gefüllt, und die Räumungsarbeiten an diesen Sammlern sind derzeit im vollen Gange. Interessanterweise wird das Geschiebe während der Räumung sortiert. Das Material findet entweder eine neue Verwendung oder wird nach Flüelen transportiert, wo es im Urnersee verklappt wird. Ein echter Kreislauf, könnte man sagen.

Aber was bedeutet das alles für uns? In Anbetracht der zunehmenden Hitze in den Sommermonaten, nicht nur hier in der Schweiz, sondern auch in Deutschland, sind wir mit intensiveren und selteneren Niederschlägen konfrontiert. Diese Wetterextreme können Überschwemmungen verursachen, die großen Schaden anrichten, wie vergangene Hochwasserereignisse aus der jüngeren Vergangenheit eindrücklich gezeigt haben. Um solche Ereignisse besser zu verstehen, sind verschiedene Daten notwendig. Aktuelle Durchflüsse der Fließgewässer, Niederschlagswerte sowie Vorhersagen für die nächsten Tage sind dabei essenziell.

Der Hochwasseratlas als Hilfe

Hier kommt der Hochwasseratlas des BKG (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie) ins Spiel. Diese Anwendung verbindet wichtige Datensätze und bietet eine digitale Karte, die hochwasserrelevante Informationen visualisiert. Sie ist kostenlos und richtet sich sowohl an Behörden als auch an die interessierte Öffentlichkeit. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Hochwasseratlas keine lokalen Warnmeldungen der zuständigen Behörden ersetzt. Die Verantwortung für die Bereitstellung von Hochwasserdaten und Warnungen bleibt bei den jeweiligen Stellen. Ein kluger Kopf hat sich da wirklich Gedanken gemacht!

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Die Aktualität des Hochwasseratlas wurde zuletzt im Juni 2023 gewährleistet, und einige Änderungen – wie ein neues User Interface und zusätzliche Funktionen – machen ihn noch benutzerfreundlicher. Man könnte sagen, es ist ein echtes Werkzeug, um sich besser auf solche Wetterereignisse vorzubereiten und die Risiken besser einschätzen zu können. Das Wetter wird ja nicht besser, also ist es gut, gewappnet zu sein.