Am 14. März 2026 war es wieder soweit: 86 junge Anglerinnen und Angler aus Uri traten zur Prüfung für den Sachkundenachweis Fischerei (SaNa) an. Der Urner Fischereiverein (UFV) hatte einen Praxistag am malerischen Arnisee organisiert, der in Zusammenarbeit mit der Fischereiverwaltung Uri und dank der Unterstützung von Energie Uri AG stattfinden konnte. Es war ein Event, das nicht nur Wissen, sondern auch Gemeinschaft und Freude am Fischen fördern sollte. Der Duft von frisch gefangenem Fisch lag in der Luft, als die Jugendlichen in Gruppen eingeteilt wurden und ihre Ausrüstung kontrolliert wurde – ein schöner Start in einen Tag, der versprechen sollte, unvergesslich zu werden.

Die Vorfreude war spürbar, auch wenn sich die Fische zunächst als etwas zäh herausstellten. Geduld war gefragt! Die ersten Bisse ließen auf sich warten, aber dann, oh Wunder, kam der erste Fang: eine 29 cm lange Bachforelle. Die Ausrüstung wurde auf Grundmontage umgestellt und siehe da, die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Es gab sogar Fänge von fast 50 cm! Marc Meier, ein Teilnehmer, jubelte, als er mit der Hilfe seines Instruktors Micha Wüthrich seinen ersten Fang landen konnte. Und nicht zu vergessen Jaro Gisler, der mit einer beeindruckenden 46 cm langen Bachforelle einen der größten Fänge des Tages präsentierte. Diese Erlebnisse waren nicht nur lehrreich, sondern auch wahre Abenteuer für die Jugendlichen.

Ein Tag voller Lernen und Genießen

Die gefangenen Fische fanden nach der Rückkehr an Land eine ganz besondere Würdigung – sie wurden zu köstlichen Fischknusperli verarbeitet und zum Mittagessen serviert. Wenn das nicht nach einer Belohnung klingt! Teilnehmerin Angelina Tresch war begeistert: „Ich habe viel gelernt und das Mittagessen war einfach super!“ Solche Rückmeldungen zeigen, wie wichtig praktische Erfahrungen sind, gerade in der Fischerei. Der UFV-Präsident Peter Vorwerk berichtete stolz, dass in diesem Jahr 131 Personen den SaNa-Kurs absolvierten – ein Rekord! Der SaNa-Nachweis ist übrigens Voraussetzung für Patente, die länger als einen Tag gültig sind. So können die Jungfischer ihre neu gewonnenen Kenntnisse in der Natur anwenden.

Doch nicht nur in Uri wird der Fischer-Nachwuchs aktiv gefördert. Der Kantonale Fischereiverband Schaffhausen hat ebenfalls eine Initiative ins Leben gerufen, die die Jugendlichen in die Welt des Fischens einführt. Einmal jährlich findet dort ein Jungfischerkurs statt, der in der Regel über drei Mittwochnachmittage im März geht. Hier liegt der Fokus nicht nur auf dem Fang, sondern vor allem auf der richtigen Handhabung der Natur und den Fischen. Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren können ein Angelpatent erwerben, wenn sie den Kurs erfolgreich abschließen. Für die Schaffhauser Rheinseite ist das Patent dann gültig, und das gibt den jungen Anglern die Möglichkeit, die Gewässer rund um Stein am Rhein, Schaffhausen und das Rheinfallbecken zu erkunden.

Gemeinschaft und Lernen

Der Kantonale Sportfischerverband (KSFV) fördert ebenfalls die Ausbildung junger Fischer. Hier wird Wert darauf gelegt, dass die Jugendlichen nicht nur die Technik des Fischens erlernen, sondern auch ein Gespür für die Natur entwickeln. Die verschiedenen Veranstaltungen, die von Partnervereinen organisiert werden, stehen allen Jungfischern offen. So können die jungen Angler unter Anleitung von erfahrenen Fischern unterschiedliche Fischereitechniken ausprobieren – vom Felchenfischen im Boot bis hin zum Eisfischen. Dies fördert nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Gewässern.

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So wird das Hobby Fischerei zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch unvergessliche Erlebnisse in der Natur ermöglicht. Es bleibt spannend, wie sich die Fischerei-Szene in Uri und darüber hinaus weiterentwickeln wird und welche neuen Talente aus den Jungfischerkursen hervorgehen werden. Die Zukunft der Fischerei ist in guten Händen!