Heute ist der 12.06.2026 und wir freuen uns über eine frohe Nachricht aus dem schönen Kanton Uri. Ein neuer Nistplatz für Wildbienen ist im Walenbrunnen geschaffen worden! Das freut nicht nur die kleinen geflügelten Wesen, sondern auch Naturfreunde und Umweltschützer. Wildbienen, das sind diese friedlichen Geschöpfe, die oft in Vergessenheit geraten – dabei leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zu unserem Ökosystem.

In der Schweiz haben wir über 600 Wildbienenarten, mehr als die Hälfte von ihnen ist jedoch bedroht. Das macht die Schaffung von neuen Nistplätzen umso wichtiger! Pro Natura Uri hat gemeinsam mit dem Forstbetrieb Attinghausen-Seedorf und Bauunternehmer Fredi Muheim diese neuen Lebensräume an ausgewählten Gewässern eingerichtet. Da die meisten Wildbienen als Einzelgänger leben, sind sie auf ruhige, geschützte Plätze angewiesen, um ihre Brut großzuziehen.

Lebensraum und Nahrungsangebot

Ein interessanter Fakt: Wildbienen haben ganz unterschiedliche Vorlieben, wenn es um ihren Wohnort geht. Manche nisten in sandigen Böden, andere in Käferfrassgängen im Totholz oder sogar in abgebrochenen Pflanzenstängeln. Diese Vielfältigkeit ist faszinierend! Außerdem ist ein reichhaltiges Nahrungsangebot in der Nähe ihrer Nistplätze entscheidend. Viele Wildbienenarten suchen ihre Nahrung nur wenige hundert Meter von ihrem Nest. Das bedeutet: Ein stetiges Blütenangebot von Frühjahr bis Herbst ist wichtig – Blumenwiesen, naturnahe Gärten oder artenreiche Hecken sind da die besten Optionen.

Komischerweise werden Wildbienen oft mit ihren fleißigen Verwandten, den Honigbienen, verwechselt. Während die Honigbiene in großen Völkern lebt, ziehen es Wildbienen vor, allein zu leben. Und keine Sorge, falls Sie beim Gärtnern auf eine Wildbiene treffen: Sie stechen selten, da sie ihr Leben und das ihrer Brut riskieren würden. Ein bisschen Mut braucht man schon, um diesen kleinen Wesen zu begegnen!

Projekte in Deutschland und darüber hinaus

Ähnlich wie im Kanton Uri gibt es auch in Deutschland zahlreiche Initiativen zum Schutz der Wildbienen. Seit 2015 wird beispielsweise in Hamburg an der Aufwertung von Flächen für Wildbienen gearbeitet. Dabei haben Partner wie der Ohlsdorfer Friedhof und Hamburg Airport über 70 Flächen umgestaltet und mit Blühwiesen und Nistsubstraten ausgestattet. Das zeigt, wie wichtig es ist, auch in städtischen Gebieten Lebensräume für diese nützlichen Insekten zu schaffen.

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In Berlin wurden seit 2018 über 46.000 Quadratmeter mit mehr als 80 Wildblumenwiesen und weiteren Wildbienenflächen angelegt. Diese Projekte fördern nicht nur die Artenvielfalt, sondern machen auch unsere Städte ein Stück lebendiger. Wenn Sie selbst aktiv werden möchten, können Sie ganz einfach Blühflächen im eigenen Garten oder auf dem Balkon anlegen. Es ist einfacher, als man denkt!

Die Vielfalt der Wildbienen reicht von winzig kleinen Exemplaren bis hin zu stark behaarten, rot gefärbten Arten, die man fast mit Fliegen verwechseln könnte. So viele Formen und Farben! Und während Sie im Frühling fröhlich durch die Gärten flanieren, können Sie nun gezielt auch auf die neuen Nistplätze achten. Vielleicht entdecken Sie ja das ein oder andere geschäftige Bienchen, das mit voller Kraft seiner Arbeit nachgeht.