In der kulturellen Landschaft des Thurgau gibt es Grund zur Freude: Beat Oswald, ein freischaffender Filmemacher aus Frauenfeld, wurde mit dem Kulturpreis des Kantons Thurgau ausgezeichnet. Diese Ehrung ist nicht nur ein Zeichen der Anerkennung für sein außergewöhnliches dokumentarisches Werk, sondern auch für sein unermüdliches Engagement für die Filmkultur in der Region. Mit einem Preisgeld von 20’000 Franken wird seine jahrelange Arbeit gewürdigt – und das zurecht!

Oswald ist seit 2010 als Filmemacher tätig und hat sich auf Dokumentarfilme spezialisiert. Sein beeindruckendes Schaffen verbindet wissenschaftliche Reflexion mit filmischer Beobachtung. Besonders bemerkenswert ist sein Film „Golden Age“ aus dem Jahr 2019, der das Leben in einer Seniorenresidenz in Miami thematisiert und die schweren Themen Krankheit und Einsamkeit auf kunstvolle Weise behandelt. „Golden Age“ wurde nicht nur am renommierten Festival „Visions du Réel“ gezeigt, sondern fand auch den Weg zu Netflix – ein echter Coup für einen Schweizer Filmemacher!

Ein neues Kapitel: „Tamina“

Doch damit nicht genug! Oswald hat bereits seinen nächsten Dokumentarfilm in der Pipeline: „Tamina – Wann war es immer so?“, der 2024 erscheinen soll. Hier wird es spannend, denn er erforscht den Lebensraum von Wölfen und Menschen und geht den Fragen nach Sehnsüchten, Hoffnungen und Ängsten nach. Auch dieser Film wird am „Visions du Réel“ präsentiert und hat bereits eine Nominierung für den Preis „Visioni“ an den Solothurner Filmtagen erhalten. Ein weiterer Beweis für das Talent und die Kreativität des Filmemachers!

Seine bisherigen Regiearbeiten, wie „Thanks to the Rawberry“ (2011) und „Volksfest“ (2014), haben ebenfalls gezeigt, dass Oswald ein Gespür für das Besondere hat. Zudem ist er nicht nur hinter der Kamera aktiv, sondern engagiert sich auch für die Filmvermittlung. Als Inhaber der Conobs GmbH und Mitinhaber der Film Lodge GmbH setzt er sich dafür ein, die Filmkultur im Thurgau voranzutreiben. Die Online-Lernplattform Ciné Cité, die er in Kooperation mit dem Verein Feines Kino ins Leben gerufen hat, ist ein weiteres Beispiel für sein Engagement.

Die Preisverleihung – ein Fest für die Kultur

Die feierliche Überreichung des Kulturpreises findet am 9. September 2026 um 19.30 Uhr in der Aula der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen statt. Denise Neuweiler, die Chefin des Departements für Erziehung und Kultur, wird die Auszeichnung übergeben. Der Thurgauer Kulturpreis wird seit 1986 vergeben und zielt darauf ab, außergewöhnliche kulturelle Leistungen zu würdigen – eine Tradition, die in der Region einen hohen Stellenwert hat.

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Doch nicht nur der Thurgauer Kulturpreis ist von Bedeutung. Auch die Greulich Stiftung Kulturpreis, die im April 2005 gegründet wurde, trägt zur Förderung und Würdigung von Qualität im Kulturjournalismus bei. Sie ist Teil des Gesamtprojektes „Greulich“, das einen Restaurant- und Barbereich sowie ein Design-Hotel im Zürcher Kreis 4 umfasst. Der Greulich Kulturpreis, dotiert mit CHF 10’000, wird jährlich in verschiedenen Kategorien verliehen und zeichnet herausragendes Schaffen im Schweizer Kulturjournalismus aus.

Wenn man all diese Entwicklungen betrachtet, wird klar, dass die Kultur in der Schweiz – und besonders im Thurgau – lebendig und vielfältig ist. Beat Oswald ist ein strahlendes Beispiel dafür, wie kreatives Schaffen und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können. Wir dürfen gespannt sein, welche Geschichten er als Nächstes erzählen wird!