Die Wohnbaugenossenschaft Schlattertal hat kürzlich ein neues Kapitel aufgeschlagen. Am vergangenen Wochenende wurde der feierliche Eröffnungsakt für eine Überbauung mit zwölf Wohnungen vollzogen. Und was soll ich sagen? Alle Wohnungen sind bereits reserviert! Die ersten Übergaben an die Mieter haben bereits stattgefunden, was zeigt, dass die Nachfrage nach soliden, modernen Wohnräumen in der Region enorm ist.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf stolze 5,6 Millionen Franken. Während des Bauens gab es einige Herausforderungen: Der Baugrund, Baggerschlitze und Grundwasser waren nur einige der Hürden, die es zu bewältigen galt. Ein Jahrhunderthochwasser hat das Ganze nicht einfacher gemacht, doch schlussendlich war der Baustart am 27. September 2024 und der Dachstuhl wurde im Juli 2025 fertiggestellt. Der Kran wurde dann im September abgebaut, und das Gebäude ist bis Ende des Jahres wetterfest geworden.
Wohnen für alle
Der Holz-Hybridbau ist nicht nur rollstuhlgerecht, sondern bietet auch eine Auswahl an zehn Zweieinhalbzimmer- und zwei Dreieinhalbzimmer-Wohnungen. In der Überbauung gibt es außerdem einen Gemeinschaftsraum mit Küche, WC und einer großzügigen Außenterrasse, die zu geselligen Zusammenkünften einlädt. Parkmöglichkeiten? Die gibt’s auch! Eine Tiefgarage mit zwölf Autostellplätzen, Veloraum sowie drei Besucher- und Mietparkplätze stehen zur Verfügung.
Die Liegenschaft wird von der Marthaler Immobilien AG aus Frauenfeld bewirtschaftet. Ein weiteres Highlight: Das Gebäude erfüllt den Minergie-P-Standard und auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Der selbst erzeugte Strom wird ganz praktisch für die Warmwasseraufbereitung und Lüftung genutzt, während der Rest ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Und die Fußbodenheizung? Die kann im Sommer sogar als Passivkühlung fungieren! Das ist doch mal eine smarte Lösung.
Nach dem offiziellen Festakt gab es einen kleinen Apéro und einen „Tag der offenen Tür“ für die Bevölkerung. Ein schöner Moment, um die neuen Bewohner willkommen zu heißen und den Menschen in der Umgebung einen Einblick in die neuen Räumlichkeiten zu geben.
Der Blick nach vorne
Das Thema Wohnraum ist in der Schweiz von großer Bedeutung. Das Wohnraumförderungsgesetz (WFG), das seit dem 1. Oktober 2003 in Kraft ist, erfährt ab 2025 einige Anpassungen. Der Fokus liegt dabei auf Nachhaltigkeit, sozialen Kriterien und der Bereitstellung von preisgünstigem Wohnraum. Eine Erhöhung der maximalen Darlehensbeträge für gemeinnützigen Wohnungsbau könnte auch für Projekte wie die Überbauung Schlattertal von Vorteil sein.
Die neuen Regelungen sehen vor, dass bis zu 6 Millionen CHF pro Gesuch genehmigt werden können. Besonders nachhaltige Projekte profitieren von höheren Zuschlägen. Und auch die energetischen Standards werden stärker gefördert. Es wird spannend sein zu sehen, wie diese Veränderungen die Wohnlandschaft in der Region beeinflussen werden, insbesondere in Anbetracht der Herausforderungen, die viele Bauträger in den letzten Jahren erlebt haben.
Die Schlattertal-Überbauung ist ein Beispiel dafür, wie durch innovative Ideen und gemeinschaftliches Engagement Wohnraum geschaffen werden kann. Die Begeisterung der ersten Mieter ist spürbar und lässt die Herzen höher schlagen. Und wer weiß, vielleicht wird das Projekt als Vorbild für zukünftige Bauvorhaben in der Region dienen. Ein Schritt in die richtige Richtung, ganz klar!