Die Diskussion um die Unterbringung von Flüchtlingen in Berg TG hat in der Region für Aufsehen gesorgt. Auslöser war die Absicht der Peregrina Stiftung, Flüchtlinge in dem ehemaligen Gasthof Frohheim unterzubringen. Dieser Gasthof, der zuvor als Restaurant betrieben wurde und sieben Übernachtungszimmer hatte, steht seit Ende 2025 leer. Am 2. März 2026 wurde eine Petition mit dem Titel „Nein zu Asyl-Durchgangsheimen in den Dorfzentren“ eingereicht, die 1594 Unterschriften sammelte. Die Regierung des Kantons hat daraufhin erklärt, dass sie die Bedenken der Bevölkerung ernst nehme und dass das Asylwesen nur mit der breiten Akzeptanz der Bevölkerung funktionieren könne.
Vor der Einreichung der Petition gab es keine Anzeichen dafür, dass die Bevölkerung gegen die Unterbringung von Asylsuchenden in ihrer Nähe war. Im Gegenteil, es wurde eine große Solidarität beobachtet, insbesondere gegenüber Asylsuchenden mit Familien. Am 16. April 2026 gab der Kanton bekannt, dass eine Einigung zwischen der Stiftung und der Gemeinde erzielt werden konnte. Der Gasthof wird derzeit von zehn Flüchtlingen aus zwei Familien bewohnt. Eine Erhöhung der Anzahl der Flüchtlinge würde jedoch eine Baubewilligung erfordern.
Teamausflug der Peregrina Stiftung
Die Peregrina Stiftung engagiert sich nicht nur in der Flüchtlingshilfe, sondern auch in der Teambildung. Am Freitag, den 26. September 2025, fand ein Team-Event in Müllheim statt. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen nach einer regnerischen Woche, genossen die Mitarbeiter ein abwechslungsreiches Programm. Neben einer Runde Fussballgolf, die Geschicklichkeit und Teamzusammenhalt förderte, gab es auch ein unterhaltsames Pub-Quiz, das den Wissensstand der Teilnehmer auf die Probe stellte.
Der Nachmittag fand seinen gemütlichen Abschluss in der Fäschtschüür neben dem Fussballgolfplatz, wo ein Grill- und Salatbuffet auf die Teilnehmer wartete. Diese Aktivitäten zielen darauf ab, Begegnungen außerhalb des Arbeitsalltags zu schaffen und den Austausch sowie neue Perspektiven zu fördern. Die positive Resonanz und die Wertschätzung für die Teilnahme am Ausflug spiegeln die entspannte Atmosphäre und die guten Gespräche wider.
Einblick in die asylpolitische Situation
In einem breiteren Kontext ist auch die politische Lage in der Schweiz zu betrachten. Der Nationalrat hat sich mit dem EU-Migrations- und Asylpakt befasst und grundsätzlich zugestimmt, jedoch beschlossen, nicht am Solidaritätsmechanismus teilzunehmen. Dieser Mechanismus sollte eine faire Verteilung von Asylsuchenden innerhalb der EU fördern. Der Pakt, der im Juni 2026 in Kraft treten soll, zielt darauf ab, illegale Einwanderung und Sekundärmigration zu verringern, indem Asylverfahren harmonisiert werden.
Der Nationalrat hat auch für einen amtlichen Rechtsbeistand für Personen in Haft vor der Ausschaffung gestimmt, nachdem der Bundesrat seine ursprüngliche Ablehnung zurückgezogen hatte. Die Diskussion um die menschliche Asylpolitik bleibt also lebendig und wird weiterhin intensiv geführt.