Heute ist der 24.04.2026 und die Wetterlage in der Schweiz präsentiert sich in einem besorgniserregenden Licht. Der aktuelle April zählt zu den trockensten Monaten seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen. Laut dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) fiel bis zum 23. April an vielen Orten nur ein Bruchteil des üblichen Niederschlags. In einigen Regionen, darunter das westliche Mittelland, der westliche Alpennordhang und das Wallis, wurden sogar weniger als 15% des gewohnten Regens registriert.
Die Niederschlagssummen bleiben unter einem Drittel der Normwerte von 1991 bis 2020, was in der ersten Hälfte des Monats zu einem dramatischen Rückgang der Wasserverfügbarkeit geführt hat. An vielen Messstationen ist es in den ersten dreieinhalb Wochen nicht einmal gelungen, zehn Millimeter Niederschlag zu erreichen. Im Mittelland wären normalerweise zwischen 70 und 100 Millimeter und auf der Alpensüdseite sogar 100 bis 200 Millimeter zu erwarten.
Waldbrandgefahr und Wassermangel
Die Prognosen deuten darauf hin, dass in diesem Monat keine nennenswerten Niederschläge mehr zu erwarten sind. Stattdessen wird bis zur ersten Maihälfte trockenes Wetter mit gelegentlichen Niederschlägen vorhergesagt. Dies ist besonders besorgniserregend, da die Waldbrandgefahr in vielen Teilen Graubündens und Tessins als erheblich eingestuft wurde. Einige Gemeinden in Graubünden haben bereits ein absolutes Feuerverbot erlassen. In der Nordschweiz ist die Gefahr stellenweise als mäßig klassifiziert.
Die Füllstände der Schweizer Speicherseen liegen gegenwärtig bei nur etwa 12%, was weit unter dem durchschnittlichen Niveau ist. Besonders kritisch ist die Situation im Tessin mit lediglich 8%, gefolgt vom Wallis mit 9% und Graubünden mit 11%. Diese Trockenheit hat auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die bislang jedoch als nicht dramatisch eingeschätzt wird. Die Feldarbeiten laufen weiter, und einige Gemüsebauern haben bereits mit der Bewässerung begonnen, was in dieser frühen Jahreszeit nicht ungewöhnlich ist.
Ein Blick auf die Klimakrise
Die gegenwärtige Wetterlage ist Teil eines größeren Problems: der Klimakrise, die zu immer häufigeren Extremwetterereignissen führt. Dies wird nicht nur in der Schweiz spürbar, sondern auch in Deutschland, wo die Landwirtschaft durch Dürre und Hochwasser stark betroffen ist. Die Klimakrise hat gezeigt, dass effizientes Krisenmanagement und Hilfen für betroffene Regionen unerlässlich sind, insbesondere wenn es um Ernteausfälle und Schäden in der Landwirtschaft geht.
Extremwetterereignisse wie Dürre, Überschwemmungen und Starkregen verursachen erhebliche Schäden. Die Notwendigkeit von Anpassungen an die sich verändernden klimatischen Bedingungen wird immer deutlicher. Staatliche Unterstützung in Form von Direktzahlungen, Marktmaßnahmen und speziellen Krisenmaßnahmen wird zunehmend wichtiger, um die Resilienz der Landwirtschaft zu stärken.
In Anbetracht der aktuellen Situation bleibt abzuwarten, ob und wie die Wetterbedingungen in den kommenden Wochen die Landwirtschaft und die Wasserverfügbarkeit in der Schweiz beeinflussen werden. Die kommenden Tage könnten entscheidend sein, um die Herausforderungen der Dürre zu bewältigen und die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen.