Heute ist der 17. Mai 2026, und während die Sonne im Tessin strahlt, bleibt die Stimmung bei den FC Basel-Fans eher trüb. Das letzte Saisonspiel endete für die Rotblauen mit einer herben Klatsche: 0:4 gegen den FC Lugano. Ein Ergebnis, das nicht nur den Spielverlauf, sondern auch die gesamte Saison widerspiegelt. Cheftrainer Stephan Lichtsteiner sprach nach dem Spiel von einem klaren Spiegelbild der Probleme, die das Team durchlebt hat.
In der Partie vor 5179 Zuschauern im Stadio Cornaredo war nichts zu holen. Kevin Behrens brachte die Gastgeber in der 10. und 36. Minute mit zwei Kopfballtoren in Führung. Der FC Basel, der im Vergleich zum vorherigen Match gegen St. Gallen – das mit einem 0:3 endete – gleich auf sieben Positionen umgebaut wurde, konnte die Wende nicht mehr herbeiführen. „Wir wollten, konnten aber nicht“, so Lichtsteiner, der betonte, dass die Spieler zwar motiviert waren, jedoch der „Tank leer“ sei. Muskuläre Probleme zwangen Julien Duranville nach 30 Minuten zum vorzeitigen Auswechseln.
Gescheiterte Strategien und verletzungsbedingte Rückschläge
Das Wetter, so Lichtsteiner, spielte ebenfalls eine Rolle. Die plötzliche Wärme könnte die Leistung der Spieler beeinflusst haben. „Der Körper ermüdet schneller“, erklärte der Trainer, der in seinen Interviews klarstellen möchte, dass es nicht nur an der Mentalität lag. Die vorangegangene Niederlage gegen St. Gallen war ein weiterer Schlag in die Magengrube für das Team und die treuen Anhänger. Bereits nach 30 Minuten lag Basel mit 0:3 hinten, und die Enttäuschung war greifbar.
Die Umstellungen bei Eckbällen, die Lichtsteiner vornahm, fruchteten nicht. Nach der Pause erhöhten Renato Steffen und Georgios Koutsias auf 4:0. Ein weiterer Tiefschlag für die Basler, die in der Championship-Group nur vier von fünf Spielen verloren haben. Wie soll es jetzt weitergehen? Xherdan Shaqiri äußerte sich bitter enttäuscht über die Saison und versprach, in der nächsten Saison die Titel für den FCB holen zu wollen. Lichtsteiner plant eine gründliche Analyse der vergangenen Spielzeit und eine kompromisslose Vorbereitung.
Verletzungen und Zukunftsausblick
Die personelle Situation bleibt angespannt. Innenverteidiger Flavius Daniliuc könnte nach einer intensiven Trainingswoche wieder im Aufgebot stehen. Doch für andere Spieler wie Kaio Eduardo, der aufgrund eines Kreuzbandrisses und einer Meniskusverletzung mehrere Monate fehlen wird, sieht die Lage düster aus. Auch die Einsätze von Keigo Tsunemoto und Marvin Akahomen sind fraglich. Die Verletzungsproblematik nagt am Team, und Lichtsteiner muss sich fragen, wie er die Mannschaft auf die kommende Saison vorbereiten kann.
Die Fans hoffen auf Besserung, während die Verantwortlichen des Vereins einen klaren Plan ausarbeiten müssen. Eine derartig enttäuschende Saison hinterlässt Spuren, und die Frage bleibt: Kann der FC Basel die Wende schaffen und die einstige Stärke zurückgewinnen?