Heute ist der 1.06.2026 und im malerischen Tessin gibt es Grund zur Freude! Die Universität der Schweiz italienischer Sprache (USI) hat einen neuen Rektor ernannt: Professor Claudio Bassetti. Ab dem 1. September 2026 wird er die Nachfolge des Interimsrektors Gabriele Balbi antreten. Es war ein spannendes Auswahlverfahren, in dem hochkarätige Kandidaten um die Position kämpften. Bassetti, ein angesehener Neurowissenschaftler, bringt eine beeindruckende Karriere in Forschung, Lehre und klinischer Praxis mit.
Geboren 1958 in Bellinzona, hat er sein Studium 1984 an der Universität Basel abgeschlossen. Die nächsten Schritte führten ihn von Bern nach Lausanne, wo er sich in Neurologie spezialisierte. Seine Forschung erstreckt sich über die Schweiz bis in die USA, wo er sich intensiv mit experimenteller Neurophysiologie und Schlafmedizin beschäftigt hat. 2000 wurde er zum Professor für Neurologie an der Universität Zürich ernannt, bevor er ins Tessin zurückkehrte, um die Neurologische Abteilung des Lugano Regionalspitals zu leiten. 2009 gründete er das Neurozentrum der Italienischsprachigen Schweiz und seit 2012 ist er ordentlicher Professor und Direktor der Neurologischen Klinik am Inselspital in Bern. Man kann sagen, dass Bassetti in der Welt der Neurowissenschaften ein Schwergewicht ist, mit über 660 wissenschaftlichen Artikeln und zehn Fachbänden auf dem Buckel.
Strategische Weichenstellung für die Zukunft
Die USI-Ratspräsidentin Monica Duca Widmer beschreibt die Ernennung Bassetti als strategische Entscheidung, um die Universität weiter zu stärken. In einer Zeit, in der die Hochschule ihre Projekte zur Reform des akademischen Personals und zur Forschungsförderung vorantreibt, kommt Bassetti genau richtig. Die Übergangsphase unter Gabriele Balbi wird mit seiner Ankunft enden und es steht eine spannende Zeit bevor.
Bassetti wird vor der Herausforderung stehen, das Wachstum der Universität zu festigen und die Wettbewerbsfähigkeit der Forschung zu steigern. Auch die Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeinschaft und internationalen akademischen Zentren wird auf seiner Agenda stehen. Es ist ein gewaltiger Task, aber wer Bassetti kennt, weiß, dass er das Potenzial hat, die USI auf neue Höhen zu führen.
Forschung im Fokus
Und apropos Forschung – in Basel gibt es das Neuroscience Network Basel (NNB), ein beeindruckendes Netzwerk, das über 40 Forschungsgruppen aus drei Fakultäten vereint. Hier wird die gesamte Breite der modernen Hirnforschung abgedeckt, vom Molekül bis zur Wahrnehmung. Die Anforderungen an die Forscher sind hoch: Neugier, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, relevante Fragen zu stellen, sind unerlässlich. Gute Forschung braucht eine solide Infrastruktur, attraktive Einrichtungen und nicht zuletzt Fördergelder. Die Voraussetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit und den Austausch auf internationalem Niveau sind also gegeben.
In Basel wird intensiv daran gearbeitet, die genetischen, zellulären und physiologischen Prozesse des Nervensystems zu verstehen und krankhafte Veränderungen zu erklären. Die Ergebnisse dieser Forschung sind nicht nur akademischer Natur, sondern auch die Grundlage für neue und bessere Therapiekonzepte. Forscher und Forscherinnen aus Basel gewähren Einblick in ihre Arbeit und tragen damit zur Informationsvermittlung bei – ein echter Wissensaustausch, der für alle Beteiligten bereichernd ist.
So steht die USI mit Claudio Bassetti an der Spitze vor einer aufregenden Zukunft. Mit einem starken Fokus auf Forschung und einer klaren Strategie wird die Universität sicherlich einen wichtigen Platz im akademischen und wissenschaftlichen Diskurs einnehmen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln.