Heute ist der 1.06.2026 und während wir hier im Tessin die letzten warmen Sonnenstrahlen genießen, wird das Wetter in der Schweiz bald wieder unbeständig. Nach einem turbulenten Wochenende mit nächtlichen Gewittern bringt der Montag eine willkommene Erholung. Die Sonne zeigt sich und die Temperaturen klettern auf angenehme 23 Grad. Ein schöner Start in die Woche, könnte man sagen!
Doch wie so oft in diesem Frühjahr, sollten wir uns nicht zu früh freuen. Ab Dienstagabend zieht eine Wetterfront auf, die uns mit Schauer und Gewittern beglücken möchte. Ja, das Wetter wird mal wieder wechselhaft, und die Prognosen deuten darauf hin, dass wir uns auf tägliche Wechsel von Sonne und Regen einstellen müssen. In den letzten Tagen hatten wir ja immerhin eine Hitzeglocke, die in vielen Regionen über 30 Grad brachte – und in Biasca sogar einen neuen Rekord von 34 Grad! Jetzt ist es an der Zeit, die Regenschirme wieder auszupacken.
Die kommenden Tage im Detail
Wie es aussieht, wird der Dienstag nicht gerade ein Highlight. Nachmittags wird der Himmel sich verdunkeln und die Wahrscheinlichkeit für kräftige Gewitter steigt. Wer also plant, den Abend draußen zu verbringen, sollte vielleicht einen Blick auf die Wettervorhersage werfen. In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Schneefallgrenze auf 2200 Meter – das klingt nach einer Überraschung für die Bergfreunde unter uns!
Am Mittwoch selbst wird das Wetter auf der Alpennordseite weiterhin unbeständig sein, mit Schauern, aber auch sonnigen Phasen. Die Alpensüdseite wird sich hingegen freundlicher präsentieren. Es wird kühler, die Höchstwerte erreichen nur noch rund 20 Grad. Donnerstag bis Samstag bleibt es spannend: Sonne und Regen wechseln sich täglich ab. Vielleicht ein perfekter Zeitpunkt, um die Zeit in einem gemütlichen Café zu verbringen und das Wetter einfach Wetter sein zu lassen?
Ein Blick auf die Klimaentwicklung
Egal, wie das Wetter in den kommenden Tagen auch aussieht, die langfristigen Trends sind besorgniserregend. Seit über 150 Jahren wissen wir, dass die Sonneneinstrahlung das Wetter und Klima der Erde antreibt. Rund 50% der Strahlung wird von der Erdoberfläche absorbiert und erwärmt diese. Doch die menschlichen Aktivitäten, insbesondere seit der Industrialisierung, haben den Gehalt an Treibhausgasen in der Atmosphäre stark erhöht. Kohlendioxid, Methan und andere Gase sorgen dafür, dass die Erde sich weiter erwärmt.
Diese Erhöhung des Kohlendioxidgehalts um fast 50% in den letzten 150 Jahren ist alarmierend. Die meisten von uns spüren die Auswirkungen bereits, sei es durch extreme Wetterereignisse oder durch die Veränderungen, die sich in unserer Umgebung zeigen. Die gesamte beobachtete Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung ist praktisch auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Da bleibt einem schon das Herz stehen – oder man fragt sich, was wir tun können, um den Klimawandel zu bekämpfen.
In der kommenden Woche werden wir uns also nicht nur mit wechselhaftem Wetter auseinandersetzen müssen, sondern auch mit den Gedanken, die uns der Klimawandel aufdrängt. Vielleicht ist es an der Zeit, die Natur wieder mehr zu schätzen und die kleinen Dinge im Leben zu genießen, während wir uns auf Regen und Sonnenschein vorbereiten.