Greta Gysin, die 42-jährige Tessiner Nationalrätin mit ihren Wurzeln in Oltingen, hat vor Kurzem das Dorffest in ihrem Heimatdorf besucht. Dort verbrachte sie drei aufregende Tage mit ihrer Familie und wurde von einer Welle der Nostalgie übermannt. Komischerweise fühlte sie sich gleich wieder wie ein Kind, als sie in den Erinnerungen an das Kirschenpflücken bei ihrer Großmutter schwelgte. Es ist ein fester Bestandteil ihrer Kindheit, der sie immer wieder in die beschauliche Gemeinde zurückzieht.

Die Solidarität der Dorfbewohner bei der Sanierung der Mehrzweckhalle hat sie besonders beeindruckt. „Es ist einfach schön zu sehen, wie alle zusammenarbeiten“, erzählt sie mit einem strahlenden Lächeln. Ihr Vater wuchs in Oltingen auf, was natürlich auch ihre tiefe Verbindung zu diesem Ort erklärt. Sie lebt zwar im Tessin, genauer gesagt in Rovio, doch die Heimat bleibt in ihrem Herzen fest verankert. Ein- bis zweimal im Jahr zieht es sie zurück nach Oltingen, ein Ritual, das sie nicht missen möchte.

Politische Karriere in voller Fahrt

Die politische Laufbahn von Gysin begann 2004, als sie in den Gemeinderat von Rovio gewählt wurde. Dort war sie bis 2012 tätig und präsidierte den Gemeinderat in der Amtszeit 2008/2009. Ihre Gründung der „Jungen Grünen Tessin“ war ein weiterer Schritt, der ihre Leidenschaft für Umwelt- und Klimafragen unterstrich. 2007 wurde sie in den Grossen Rat des Kantons gewählt und setzte sich dort für wichtige politische Anliegen ein. 2019 machte sie dann den großen Sprung in den Nationalrat, wo ihre Partei 17 zusätzliche Mandate errang – ein echter Triumph!

Jetzt kandidiert sie als Fraktionspräsidentin der Grünen in Bern – eine Ernennung, die als Formsache gilt. Ihre Vorgängerin, Aline Trede, wurde in den Regierungsrat gewählt und damit war der Platz frei. Gysin betont die Notwendigkeit, Brücken zu bauen und den Dialog mit anderen Parteien zu suchen. „Es ist wichtig, gut miteinander zu kommunizieren“, sagt sie, während sie in die Zukunft blickt. Trotz der Sitze, die die Grünen bei den letzten Wahlen verloren haben, sieht sie optimistisch auf die nächsten Wahlen 2027. „Die Umwelt- und Klimafragen stehen ganz oben auf der Agenda“, erklärt sie und unterstreicht damit ihre Entschlossenheit.

Ein Blick in die Zukunft

Mit einem klaren Fokus auf die Herausforderungen, die vor ihr liegen, möchte Gysin sicherstellen, dass ihre Kinder auch in Zukunft in Oltingen Kirschen pflücken können. Sie sieht sich als Vertreterin der Vielfalt der Schweiz – zweisprachig aufgewachsen, spricht sie sowohl Italienisch als auch Deutsch, was den Austausch und die Verständigung erleichtert. Gysin ist gut in der Fraktion integriert und kennt die Abläufe im Bundeshaus. Ihre Mitgliedschaft in der Staatspolitischen Kommission und der Delegation für die Beziehungen zum italienischen Parlament belegen ihre umfassenden politischen Aktivitäten.

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Am 22. Mai 2026 wird die Wahl zur neuen Fraktionsspitze stattfinden. Gysin bleibt die einzige Kandidatin für das Amt der Präsidentin der Grünen Fraktion, was sie zu einer starken Stimme in der politischen Landschaft der Schweiz macht. Mit ihrer Zielstrebigkeit und ihrem Engagement ist sie bereit, die Herausforderungen der kommenden Jahre anzugehen. Und während sie in Oltingen die Kirschen pflückt, denkt sie daran, wie wichtig es ist, das Erbe ihrer Kindheit mit der politischen Verantwortung zu verbinden.