Am 27. Juni 2026 geschah etwas ganz Besonderes in Benin. Der Apostolische Administrator von Lugano, Alain de Raemy, weihte Aurel Comlan Sokouda zum Priester in der Diözese Kandi. Aurel, erst 29 Jahre jung und voller Tatendrang, hat seine Ausbildung sowohl in seiner Heimat als auch im Tessin absolviert. Diese Weihe ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein für ihn, sondern auch ein starkes Symbol für die Verbindung zwischen den Diözesen Lugano und Kandi.

Die Wurzeln dieser Partnerschaft reichen bis ins Jahr 2003 zurück, als Don Libero Gerosa, der Rektor der Theologischen Fakultät von Lugano, den ersten Schritt in Richtung Zusammenarbeit unternahm. Seither haben zahlreiche Seminaristen aus Kandi die Möglichkeit erhalten, ihre Ausbildung in Lugano fortzusetzen – insgesamt sieben sind bereits zurückgekehrt, während der achte aktuell noch studiert. Diese Initiative zeigt, wie wichtig der Austausch und die Unterstützung innerhalb der universellen katholischen Gemeinschaft sind.

Ein Tag voller Freude und Dankbarkeit

Die feierliche Zeremonie zur Priesterweihe fand in der Heimatgemeinde von Aurel, Notre Dame de Borgou de Banikoara, statt. Bischof Clet Feliho von Kandi war ebenfalls anwesend und nahm die Versprechen von Aurel in einer wirklich bewegenden Atmosphäre entgegen. Es muss ein ganz besonderer Moment gewesen sein, als die Handauflegung und das Weihegebet durch Bischof de Raemy den offiziellen Teil der Zeremonie einleiteten. Diese Tradition ist tief in der katholischen Kirche verwurzelt und bedeutet für die Gläubigen viel.

Am darauffolgenden Tag, dem 28. Juni, feierte Don Aurel seine erste Messe. Wie aufregend das gewesen sein muss! Die Delegation aus dem Tessin war ebenfalls anwesend und nahm an der Messe in der Gemeinde von Don Arioste teil, der 2021 in Lugano studiert hat. Aurel, der 1996 in Benin geboren wurde, fand seinen Glauben im zarten Alter von neun Jahren durch die Erzählungen seiner Großmutter. Ein schöner Gedanke, dass in einer so kleinen Geste eine so große Wirkung liegen kann.

Der Weg in die Zukunft

Nach zwei Jahren Weiterbildung im Tessin plant Aurel, zurückzukehren und seiner Diözese Kandi zu dienen. Dort gibt es einiges zu tun – die Diözese ist erst 30 Jahre alt und benötigt dringend Evangelisierungsarbeit. Aurel hebt hervor, wie wichtig es ist, den Glauben über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg zu verbreiten. Der Dialog mit Muslimen sollte gefördert werden, um ein harmonisches Miteinander zu schaffen. Was für eine Herausforderung, aber auch eine Chance!

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Ab September wird Don Aurel in der Pfarrei Massagno als Mitarbeiter von Don Kamil Cielinski tätig sein und gleichzeitig an seiner Lizenz an der Fakultät für Theologie in Lugano arbeiten. Das ist der nächste Schritt auf seinem Weg, und ich bin mir sicher, dass er mit seiner Leidenschaft und Energie einen großen Unterschied machen wird. Auch ein weiterer Seminarist aus Kandi wird bald mit dem Theologiestudium in Lugano beginnen, und so wird die Brücke zwischen Benin und dem Tessin weiter gestärkt. Es ist einfach schön zu sehen, wie solche Verbindungen blühen und wachsen können.