Ein tragisches Unglück hat sich am Dienstag im Tessin ereignet. In Garzora, einer idyllischen Region, kam ein 67-jähriger Schweizer bei einem Bergunfall ums Leben. Zunächst als vermisst gemeldet, fand die Polizei seine Leiche am späten Mittwochnachmittag auf einer Höhe von etwa 1800 Metern. Der Mann war während der Ausführung von Arbeiten aus bislang ungeklärten Gründen mehrere Meter in die Tiefe gestürzt.

Die Alarmzentrale wurde gegen 15.30 Uhr über den vermissten Mann informiert, woraufhin sofort eine Suchaktion eingeleitet wurde. Die Kantonspolizei und die Rega waren schnell zur Stelle, doch die Suche endete leider nicht mit einem Happy End. Es ist immer wieder erschütternd zu hören, wie die Berge, die so viele Menschen anziehen, auch Risiken bergen, die oft unterschätzt werden.

Ein Blick auf die Bergunfallstatistik

Interessant ist, dass die Bergnotfallstatistik des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) für 2025 zeigt, dass die Zahl der tödlichen Unfälle im klassischen Bergsport auf 98 gesunken ist – das ist der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre. Trotzdem bleibt die Gefahr für Bergsteiger und Wanderer bestehen. 2025 gab es fast 4000 Evakuierungen durch die Bergrettung. Das sind rund 11 % mehr als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. Das lässt einen auch nachdenklich werden, oder? Immerhin sind Hochtouren und Bergwandern die häufigsten Aktivitäten, bei denen Notlagen auftreten.

Die Statistiken zeigen zudem, dass der Anteil der unverletzt geretteten Personen von 29 % im Jahr 2020 auf 38 % im Jahr 2025 gestiegen ist. Das spricht dafür, dass die Menschen immer besser auf mögliche Notlagen vorbereitet sind. Schneller Zugang zu Hilfe durch Handys und die gute Netzabdeckung haben sicherlich dazu beigetragen. Doch es bleibt die Frage, ob die Menschen manchmal die Herausforderungen der Berge unterschätzen oder nicht ausreichend planen.

Ein paar wichtige Empfehlungen können hier nicht schaden: Eine gute Ausbildung und die Wahl passender Touren entsprechend der eigenen Kondition und Fähigkeiten sind unabdingbar. Auch die richtige Ausrüstung und eine sorgfältige Prüfung der aktuellen Verhältnisse und des Wetters können Leben retten. Der SAC bietet dazu zahlreiche Kurse an, die einem das nötige Wissen vermitteln.

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Das Geschehene in Garzora erinnert uns erneut daran, wie schnell es gehen kann. Die Berge bieten einerseits Freiheit und Abenteuer, andererseits können sie grausam sein. Es bleibt zu hoffen, dass solche Unfälle in Zukunft weniger werden und die Menschen sicherer unterwegs sind.