Heute ist der 13. Juni 2026, und in Basel spüren wir die Vorfreude auf die 10. Ausgabe von «BE United», die am 13. und 14. Juni im Theatersaal National Bern stattfindet. Über 600 Kinder und Jugendliche aus rund 50 Gruppen – wow, das ist eine riesige Menge! Dazu kommen mehr als 100 freiwillige Leiterinnen, die sich mit Herzblut engagieren. Das Ziel ist klar: Bewegung, Gemeinschaft und psychische Gesundheit durch Tanz fördern. Das Motto des Jahres, «BE…», wird individuell interpretiert. Ob «BE bold», «BE yourself» oder «BE colorful» – der kreative Ausdruck der Teilnehmenden wird die Bühne zum Leben erwecken.

Ein besonders spannendes Projekt ist «roundabout», ein Mädchenspezifisches Gesundheitsförderungs- und Präventionsangebot des Blauen Kreuzes Bern-Solothurn-Freiburg. Hier wird nicht nur getanzt, sondern auch Lebenskompetenz gefördert. Über 1.600 wöchentliche Teilnehmende in den Kids-Gruppen (8-11 Jahre) und Youth-Gruppen (12-20 Jahre) in der Schweiz profitieren von diesem Ansatz. Es geht darum, Tanz mit sozialer Stärkung zu verbinden, um sowohl die psychische als auch die körperliche Gesundheit zu fördern. Und das gelingt, wie eine Evaluation der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigt: Das Gesundheitsverhalten der roundabout-Teilnehmenden ist positiver als das von gleichaltrigen Schweizer Mädchen.

Die Kraft des Tanzes

Eine Studie von Anna Duberg an der Universitätsklinik Örebro in Schweden zeigt ebenfalls, welch positiven Einfluss Tanz auf die Gesundheit von Mädchen haben kann. In der Untersuchung „Influencing Self-rated health among adolescent girls with dance intervention“ tanzten 59 Mädchen zweimal pro Woche über acht Monate. Das Ergebnis? Die Tanzgruppe verbesserte ihre selbst eingeschätzte Gesundheit signifikant, während die Kontrollgruppe ohne Veränderungen blieb. 91% der Mädchen in der Tanzgruppe berichteten von einer positiven Erfahrung. Tanz wird somit nicht nur zur Therapie, sondern auch zur Strategie zur Prävention und Behandlung von schlechter Laune und Depression geeignet.

Und das Beste: Die positiven Effekte sind auch noch acht Monate nach Ende des Trainings spürbar. Eine bessere Flexibilität, Beweglichkeit und Ausdauer – das sind nur einige der Vorteile, die das Tanzen mit sich bringt. Aber es geht nicht nur um körperliche Aspekte. Tanz fördert auch soziale und kommunikative Fähigkeiten und stärkt das Selbstvertrauen. Für viele Kinder ist es eine Ausdrucksform, die ihnen hilft, ihre natürlichen Bewegungsmuster zu entdecken.

Forschung auf dem Vormarsch

Studien zur Wirksamkeit von Tanztherapie und Psychomotoriktherapie rücken zunehmend in den Fokus der Forschung. Die Arbeiten von Ko/Lee (2023) und Bräuninger/Röösli (2023) zeigen interessante Ansätze auf. Iris Bräuninger hat in ihrem Artikel „Aktuelle Studien zu psychischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Tanztherapie und Psychomotoriktherapie“ die Ergebnisse zusammengefasst. Diese Studien sind im Open Access verfügbar, was bedeutet, dass jeder darauf zugreifen kann – ein echter Gewinn für alle, die sich für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen interessieren.

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Die Unterstützung auf kantonaler und nationaler Ebene, etwa durch den Kanton Bern und Gesundheitsförderung Schweiz, zeigt, wie wichtig das Thema ist. Tanz wird nicht nur als Freizeitbeschäftigung betrachtet, sondern als wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsförderung. Die Initiative BE United und ähnliche Programme können so noch mehr Kinder und Jugendliche erreichen.