Es gibt Neuigkeiten aus der Region, die uns ein wenig stolz machen könnten! Die Solothurner Handelskammer und die BDO AG haben Ende Juni ihren Gemeinde-Standortindikator veröffentlicht. Dieser Indikator bewertet die wirtschaftliche Standortqualität im Kanton Solothurn und hat es in sich. In einer Zeit, in der man oft von wirtschaftlichen Unsicherheiten hört, wird hier ein konkretes Bild gezeichnet – und das ist mehr als nur Zahlenwerk! Über 74 Prozent der Bevölkerung und etwa 85 Prozent der Arbeitsplätze im Kanton sind berücksichtigt worden. Ein echter Blickfang für all jene, die sich für die wirtschaftlichen Bedingungen in unserer Region interessieren.

Die Bewertung erstreckt sich über fünf Themenfelder: Steuern und Gebühren, Verkehrsanbindung, Bauen sowie Reglemente und Flächen, die Umgebung und Lebensqualität, und nicht zuletzt weitere Standortfaktoren. Und wer hätte es gedacht? Olten hat bei dieser umfassenden Analyse den beeindruckenden zweiten Platz in der Gesamtwertung mit 70 von 100 Punkten erreicht, dicht gefolgt von Oensingen, das mit 71,25 Punkten die Nase vorn hat. In puncto weitere Standortfaktoren hat Olten sogar die höchste Bewertung mit 16,75 Punkten erzielt, was zum Teil auf wirtschaftliche Substanz, eine aktive Wirtschaftspolitik und die Wirtschaftsfreundlichkeit der Bevölkerung zurückzuführen ist.

Stark und vielseitig: Olten

Olten sticht besonders hervor, wenn es um die Arbeitsplatzdichte geht. Die Stadt hat eine regionale Zentrumsfunktion und bietet ein breites Dienstleistungs- und Infrastrukturangebot. Das klingt nach einem Ort, wo man nicht nur arbeiten, sondern auch leben kann! Aber was macht Olten so attraktiv? Die hohe Arbeitsplatzdichte ist nur ein Puzzlestück. Auch die Organisation der Verwaltung und die Versorgungs- und Ortsangebote spielen eine tragende Rolle. Und nicht zu vergessen: Die Lebensqualität, die in Olten ebenfalls hoch eingestuft wird. Es scheint, als hätten die Verantwortlichen hier einiges richtig gemacht.

Ein Blick auf die weiteren Gemeinden zeigt, dass auch andere Standorte wie Biberist, Zuchwil und sogar Egerkingen bemerkenswerte Ergebnisse erzielt haben. Diese Gemeinden zeigen, dass man auch als mittelgroße Gemeinde durch aktive Wirtschaftspolitik und moderne Verwaltungsstrukturen attraktive Standortbedingungen schaffen kann. Oensingen, Biberist und Zuchwil sind da nur einige Beispiele, die beweisen, dass die Wirtschaftskraft nicht nur in den großen Städten liegt.

Lebensqualität als Standortfaktor

Wie Professor Andreas Goetsch in einer spannenden Analyse anmerkt, sollten wir die ökonomischen Messgrößen wie Wertschöpfung und Arbeitsplätze um weitere Aspekte erweitern. Beispielsweise die Bedeutung von Grünanlagen! Komischerweise denkt man oft nicht daran, aber intakte Grünflächen steigern die Zufriedenheit der Bürger und sind somit ein wesentlicher Bestandteil einer lebenswerten Gemeinde. Bürgermeister und Gemeinderäte stehen oft vor der Herausforderung, nicht nur Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch die Lebensqualität auf einem hohen Niveau zu halten. Das ist eine Gratwanderung, die nicht immer einfach ist.

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In der Welt von heute, wo wirtschaftliche Kennzahlen oft im Vordergrund stehen, ist es wichtig, auch die weichen Faktoren wie Lebensqualität und soziale Infrastruktur in den Blick zu nehmen. Die Idee, dass man den Erfolg nicht nur an ökonomischen Kennzahlen messen sollte, sondern auch an dem, was Menschen wirklich wichtig ist, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das betrifft nicht nur die Arbeitsplätze, sondern auch, wie wohl sich die Menschen in ihrer Umgebung fühlen.

In der Summe zeigt sich, dass Gemeinden wie Olten und Solothurn auf einem guten Weg sind. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind attraktiv, und wenn man die Lebensqualität weiterhin im Auge behält, steht einer positiven Entwicklung nichts im Wege. Man kann nur hoffen, dass diese positive Entwicklung auch in anderen Gemeinden Schule macht und die Menschen hierzulande weiterhin von einer hohen Lebensqualität profitieren können.