Heute ist der 23.06.2026 und in Solothurn dreht sich alles um den öffentlichen Verkehr. Der Kantonsrat hat vor Kurzem eine bedeutende Entscheidung getroffen. Ganze 84,2 Millionen Franken fließen in die Entwicklung und den Erhalt des öffentlichen Verkehrs für die Jahre 2027 und 2028. Das ist eine nette Summe, oder? Mit einem Plus von 4,6 Millionen oder 5,8 Prozent im Vergleich zum vorherigen Globalbudget für 2025-2026 zeigt das, dass man hier bereit ist, in die Zukunft zu investieren.

Die Zustimmung war einstimmig – ein echtes Zeichen dafür, dass alle Fraktionen an einem Strang ziehen, wenn es um die Mobilität der Bürger geht. Die Regierung schätzt die Ausgaben auf 82,4 Millionen Franken, inklusive Teuerung wären wir sogar bei 86,3 Millionen Franken. Ein kleiner Vorschlag einer Kürzung durch die SVP wurde mit einem klaren „Nein“ abgelehnt – 77 Stimmen gegen 19, das ist wohl ein deutliches Votum.

Gelbe Karten für unrentable Verbindungen

Doch nicht alles ist rosig. Zwei Busverbindungen haben eine „gelbe Karte“ erhalten, weil sie den Kostendeckungsgrad nicht erreichen. Die Busverbindung von Solothurn ins Attisholz-Areal sowie die RBS-Bahn von Jegenstorf via Messen nach Wattwil stehen auf der Kippe. Das könnte ernsthafte Auswirkungen haben, besonders da im Attisholz-Areal eine große Überbauung geplant ist, mit den ersten Wohnungen, die Ende 2028 bezogen werden sollen. Es ist ein bisschen wie ein schmaler Grat: Einerseits die Notwendigkeit, unrentable Verbindungen zu streichen, andererseits die Zukunftsplanung für ein wachsendes Wohngebiet.

Die Diskussion um die Busverbindungen ist nicht neu. In den Jahren 2025 und 2026 wurden im Kanton Solothurn bereits 79 Millionen Franken für den öffentlichen Verkehr veranschlagt. Die Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission hat sogar Einsparungen um rund 1,6 Millionen Franken vorgeschlagen. Das Augenmerk lag auch auf unrentablen Buslinien, die ab 2025 eingestellt werden sollen. Der Ortsbus Bettlach, Hägendorf – Allerheiligenberg Dulliken, Obergösgen – Lostorf, und weitere Linien stehen auf der Abschussliste. Irgendwie bedauerlich, aber die Nachfrage ist einfach zu gering.

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Fokus

Die UMBAWIKO – die zuständige Kommission – hat mehrheitlich für die Streichungen gestimmt, mit einer Ausnahme: Der Ortsbus Bettlach wird in die Linie 25 des Grenchner Buskonzepts integriert. Man könnte sagen, hier wird versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Der Kantonsrat wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung im Juni über die endgültigen Entscheidungen befinden. Ein bisschen auf die Folter gespannt, könnte man meinen!

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Insgesamt zeigt die Lage in Solothurn, wie wichtig ein gut funktionierender öffentlicher Verkehr für die Bürger ist. Die Herausforderungen sind vielfältig, aber die Vorhaben sind ambitioniert. Mit den richtigen Entscheidungen könnte Solothurn ein Vorbild für andere Kantone werden – nicht nur in der Schweiz, sondern vielleicht sogar darüber hinaus. Der öffentliche Verkehr ist nicht nur ein Thema für Pendler, sondern betrifft uns alle. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln und welche Weichen hier gestellt werden.