Die öffentliche Verkehrsanbindung in der Region Bern-Mittelland hat in letzter Zeit einige spannende Entwicklungen durchlebt. Der Bernische Grosse Rat hat kürzlich das öV-Angebot für die Jahre 2027 bis 2030 beschlossen. Eine erfreuliche Nachricht, die viele Pendler und Reisende freuen dürfte! Besonders hervorzuheben ist die RBS-Buslinie 33, die in Zukunft von Bremgarten ins Talgut-Zentrum verlängert wird. Diese Entscheidung, die während der Frühlingssession im März 2026 getroffen wurde, bringt eine wesentliche Verbesserung für die Anwohner und sorgt für eine direkte Verbindung zum öV-Knoten Worblaufen – ein echter Gewinn für alle, die gerne in die Region einkaufen gehen oder einfach nur die Gegend erkunden möchten.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2025 stiegen die Fahrgastzahlen für die verlängerte Linie 33 um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 63.000 Fahrgäste haben die Linie genutzt, was zeigt, dass die Nachfrage da ist. Es ist schön zu sehen, dass die Minimalvorgaben des Kantons in Bezug auf die Nachfrage erreicht wurden. Der Testbetrieb der Linienverlängerung läuft bis Ende 2026 und wurde durch eine Volksinitiative ins Leben gerufen. Zuvor gab es bereits von 2020 bis 2022 einen ersten dreijährigen Testbetrieb auf dieser Linie.
ÖV-Angebotskonzept 2027–2030
Die RKBM, die für die Entwicklung des öV-Angebotskonzepts im Auftrag des Kantons zuständig ist, hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Alle vier Jahre wird das Konzept überarbeitet, wobei die Tram-, Bus-, Postauto- und S-Bahn-Angebote hinsichtlich Nachfrage und Kostendeckung auf den Prüfstand kommen. Ziel dabei ist es, die Qualität des öffentlichen Verkehrs zu steigern und umweltschonende Mobilitätsträger zu fördern – ganz im Sinne der regionalen Mobilitätsstrategie 2040.
Interessanterweise flossen auch viele Stimmen aus der Bevölkerung in das aktuelle Konzept ein. Von Juli bis September 2024 gab es eine Öffentlichkeitsbeteiligung, bei der 87 Stellungnahmen und 241 Privatpersonen aktiv mitwirkten. Ein Highlight war die Petition der Bürger:innen aus Wohlen b. Bern, die mit 1112 Unterschriften für bessere Angebote eintraten. Das genehmigte Angebotskonzept umfasst satte 71 Anträge mit einigen spannenden Neuerungen. So wird beispielsweise die S7 am Sonntag einen 15-Minuten-Takt zwischen 7.30 und 10.45 Uhr erhalten und auch die Tramlinie 6 wird in den Abendstunden verstärkt – von 21 Uhr bis Betriebsende.
Ausblick auf die Verkehrsentwicklung bis 2040
Und während wir hier über die Verbesserungen im öffentlichen Verkehr sprechen, sollten wir auch einen Blick auf die zukünftigen Herausforderungen werfen. Die Schweizerischen Verkehrsperspektiven 2040 zeigen ein deutliches Wachstum im Verkehr, sowohl auf Schiene als auch auf der Straße. Ein Anstieg von 25 Prozent im Personenverkehr bis 2040? Ja, das ist kein Scherz! Das erfordert natürlich weitere Ausbauten und Anpassungen. Das Bundesamt für Raumentwicklung hat zusammen mit anderen Bundesstellen Szenarien erarbeitet, die als Planungsgrundlage dienen sollen. Der Trend zur Urbanisierung wird auch in der Region Bern-Mittelland nicht haltmachen.
Die Auslastung auf dem Nationalstrassennetz wird steigen, und die Herausforderungen bei der Verkehrsinfrastruktur werden nicht weniger. Der Bund hat bereits Mittel in Höhe von 6,4 Milliarden Franken für den Bahnausbau eingeplant. Auch für die Nationalstrassen sind bis 2030 rund 6,5 Milliarden Franken vorgesehen. Es ist klar: Der öffentliche Verkehr muss weiter gestärkt werden, um mit dem wachsenden Bedarf Schritt zu halten. Die Maßnahmen sind also vielfältig und reichen von der Umnutzung von Pannenstreifen bis hin zu Pilotversuchen im Mobility Pricing.
Insgesamt ist die Region Bern-Mittelland auf einem spannenden Weg, der sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringt. Die kommenden Jahre könnten entscheidend dafür sein, wie wir uns fortbewegen und welche Angebote uns zur Verfügung stehen. Es bleibt also spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden!