Der 1. August steht vor der Tür und die Vorfreude in Solothurn ist spürbar. Am Soldatendenkmal werden die Feierlichkeiten mit einem bunten Mix aus Musik, kulinarischen Köstlichkeiten und – wenn das Wetter mitspielt – einem beeindruckenden Feuerwerk gefeiert. Um 20 Uhr öffnet die Festwirtschaft ihre Pforten und lockt mit Älplermagronen, sowohl in der herzhaften Fleischvariante als auch für die Vegetarier unter uns. Ein wahrer Gaumenschmaus! Die Atmosphäre wird schon bald von den Klängen des Emma Duo erfüllt, bevor Stadtpräsidentin Stefanie Ingold um 21.15 Uhr das Wort ergreift und uns in den Abend einführt.

Doch die Frage, die alle beschäftigt, bleibt: Wird es ein Feuerwerk geben? Geplant ist es für 22.15 Uhr im Schanzengraben, doch die akute Trockenheit wirft einen Schatten auf die Pläne. Aktuell gilt im gesamten Kantonsgebiet ein Feuerwerksverbot, was die Entscheidung über das Spektakel in die Hände der Wettergötter und der Behörden legt. In der Vergangenheit musste die Stadt schon oft aufgrund ungünstiger Wetterlagen Entscheidungen treffen. Und wir wissen ja, wie sehr die Solothurner das Feuerwerk lieben – es zieht regelmäßig mehrere Hundert Besucher an, und mit jeder Explosion am Himmel steigt die Zahl der Anwesenden.

Die Sorgen um Sicherheit und Tierschutz

Die Unsicherheiten rund um das Feuerwerk sind nicht nur in Solothurn ein Thema. Immer mehr Schweizer Kantone verhängen aufgrund extremer Trockenheit Feuerwerksverbote. Meteoschweiz warnt, dass die Lage sich ohne längere Niederschläge bis zum Nationalfeiertag kaum entspannen wird. Das sorgt nicht nur für ein mulmiges Gefühl bei den Organisatoren, sondern auch bei vielen Tierhaltern, die sich um ihre Lieblinge sorgen. Ein Feuerwerksverbot könnte tatsächlich auch den Tieren zugutekommen, die unter dem Lärm leiden.

Zusätzlich sorgt die anstehende Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk», über die die Schweiz am 29. November abstimmen wird, für Gesprächsstoff. Diese Initiative fordert weitgehende Restriktionen für lärmintensive Feuerwerkskörper. Ein indirekter Gegenvorschlag ist im Nationalrat gescheitert, und nun bleibt abzuwarten, wie die Bürgerinnen und Bürger entscheiden werden.

Trotz all dieser Herausforderungen sind die Solothurner eingeladen, ihre Fahnen mitzubringen und zur festlichen Atmosphäre beizutragen. Denn egal, ob mit oder ohne Feuerwerk – der 1. August wird zelebriert! Und vielleicht, nur vielleicht, gibt es ja doch noch einen glitzernden Himmel über Solothurn. Wir halten die Daumen und hoffen auf einen unvergesslichen Abend!

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