Heute ist der 1.07.2026, und die Datenschutz-Beauftragte des Kantons Solothurn, Judith Petermann, hat einmal mehr einen Blick auf die Zahlen geworfen. Im Jahr 2025 hat sie fast so viele Fälle bearbeitet wie im Rekordjahr 2023. Die Zahlen sind beeindruckend: Insgesamt 385 Fälle, nur 25 weniger als vor drei Jahren. Man fragt sich doch, wo die Zeit bleibt, wenn man sich mit so vielen Anfragen beschäftigt!

Rund zwei Drittel dieser Anfragen kamen von Behörden, während ein Drittel von Privatpersonen stammte. Das zeigt, wie wichtig das Thema Datenschutz nicht nur für die Bürger, sondern auch für die Verwaltung ist. Die meisten Anfragen – etwa 80% – drehten sich um den Datenschutz selbst, während die restlichen 20% das Öffentlichkeitsprinzip berührten. Das ist eine klare Ansage: Die Menschen sind sensibilisiert und wollen wissen, wie ihre Daten behandelt werden.

Schlichtungsverfahren auf Rekordniveau

Ein spannender Punkt ist die Anzahl der Schlichtungsgesuche. Im Jahr 2025 wurden sage und schreibe 22 dieser Gesuche eingereicht – die höchste Zahl bisher. Es scheint fast so, als würde die Komplexität der Datenschutzfragen zunehmen. Judith Petermann musste häufig Empfehlungen aussprechen, anstatt Einigungen zu erzielen. Am Ende des Jahres waren noch neun Schlichtungsverfahren pendent. Es bleibt spannend, wie sich diese Fälle entwickeln werden.

In einigen speziellen Fällen, die in den Berichten erwähnt werden, riet sie sogar dazu, Dokumente mit geringfügigen Einschwärzungen öffentlich zu machen. In einem anderen Fall war die Empfehlung, ein Dokument gar nicht zugänglich zu machen. Solche Entscheidungen sind immer heikel, denn sie betreffen nicht nur die Verwaltung, sondern letztlich auch die Bürger.

Ein Blick in die Vergangenheit und die Zukunft des Datenschutzes

Um die Entwicklung des Datenschutzes besser zu verstehen, ist ein Blick auf die Historie hilfreich. Im DatenschutzArchiv sind die Tätigkeitsberichte der Datenschutzaufsichtsbehörden seit 1972 und des Europäischen Datenschutzausschusses seit 2018 einsehbar. Diese Berichte sind nicht nur trockene Zahlen, sondern geben auch Aufschluss über die Maßnahmen, die die Behörden ergreifen – von Verwarnungen bis hin zu Geldbußen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Berichte fördern Transparenz und zeigen, wie das Datenschutzrecht harmonisiert angewendet wird. Wenn man bedenkt, dass seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) jährliche Berichte vorgelegt werden müssen, wird klar, dass das Thema Datenschutz mehr als je zuvor im Fokus steht. Es ist wichtig, dass die Menschen informiert sind und die Behörden in ihrer Arbeit unterstützen.

In einer Welt, in der Daten Gold wert sind, ist es entscheidend, dass sowohl Behörden als auch Bürger ein Bewusstsein für den Umgang mit Informationen entwickeln. So wird der Datenschutz nicht nur zu einer rechtlichen, sondern auch zu einer gesellschaftlichen Aufgabe, die alle betrifft.