In der malerischen Umgebung von Obwalden, wo die Berge die Wolken küssen und die Luft frisch und klar ist, gibt es Neuigkeiten, die das Herz höherschlagen lassen. Die Trainingsgemeinschaft Frutt, bestehend aus den Skiclubs Kerns, Melchtal und Flüeli, wurde mit dem begehrten Label «Unified by Swiss Inclusive Sport» ausgezeichnet. Diese Ehrung kommt nicht von ungefähr. Die Skiclubs engagieren sich leidenschaftlich für inklusiven Sport und setzen sich dafür ein, dass niemand ausgeschlossen wird – egal ob mit oder ohne Behinderung. Ein schönes Zeichen in unserer Zeit, wo Inklusion oft noch ein Schlagwort bleibt, anstatt gelebte Realität zu sein.
Die Auszeichnung wurde von der Koordinationsstelle für inklusiven Sport der Kantone Obwalden, Nidwalden, Uri und Schwyz vergeben, die seit diesem Jahr von der engagierten Céline Jost geleitet wird. Ihr Ziel? Sportangebote für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen. Es geht darum, Barrieren abzubauen und die gemeinsame Freude am Sport zu fördern. Diese Initiative fördert nicht nur die Sensibilität der Trainer, sondern vermittelt auch Kontakte zu relevanten Organisationen, sodass jeder die Möglichkeit hat, dabei zu sein.
Gemeinsam stark – das Skiteam Hüetli
Besonders bemerkenswert ist das Skiteam Hüetli, das seit drei Jahren in enger Zusammenarbeit mit der TG Frutt trainiert, um sich auf die Special Olympics World Winter Games 2029 in Graubünden vorzubereiten. Es ist unglaublich inspirierend, wie diese Teams zusammenarbeiten und gemeinsam Fortschritte machen. Die engagierten Trainer und Athleten zeigen, was es bedeutet, alle an Bord zu holen – und zwar nicht nur als Zuschauer, sondern als aktive Teilnehmer. Es wird nie langweilig, wenn Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. So entsteht eine Gemeinschaft, die über das Sportliche hinausgeht.
Doch die Bemühungen um inklusive Sportangebote gehen weit über die Grenzen von Obwalden hinaus. Special Olympics Switzerland hat die Förderung des Zugangs zum Sport für Menschen mit Beeinträchtigungen an den neu gegründeten Verein Swiss Inclusive Sport übergeben. Dieser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Synergien zwischen verschiedenen Akteuren zu nutzen und Perspektiven zu schaffen. Es wird spannend zu sehen, wie sich das Netzwerk entwickeln wird, um Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilnahme am Sport zu erleichtern.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die Vision von Swiss Inclusive Sport ist klar: Inklusion im Sport für alle Menschen, unabhängig von Fähigkeiten oder Hintergrund. Hier wird nicht nur auf die Integration in Regelsportvereine gesetzt, sondern auch darauf, dass das Sportangebot für alle zugänglich wird. Schließlich ist Sport eine universelle Sprache, die Menschen verbindet. Und sind wir mal ehrlich – es gibt nichts Schöneres, als im Team zu lachen, zu schwitzen und Erfolge zu feiern!
In der Praxis sieht es jedoch nicht immer so rosig aus. Trotz der Bemühungen gibt es nach wie vor strukturelle Barrieren, die den Zugang zum Sport erschweren. Viele Sportstätten sind noch nicht barrierefrei, und oft finden Menschen mit Behinderung keinen Zugang zu den regulären Angeboten. Laut einer Erhebung ist der Anteil inklusiv arbeitender Sportvereine in Deutschland nur bei 35%, und das ist noch viel Luft nach oben. Gerade deshalb sind Initiativen wie die von Swiss Inclusive Sport so wichtig. Sie wollen die Kultur des inklusiven Verhaltens im Schweizer Sport etablieren und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorantreiben. Es bleibt zu hoffen, dass der Trend weitergeht und immer mehr Menschen die Möglichkeit erhalten, aktiv am Sport teilzunehmen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Entwicklung in Richtung Inklusion im Sport zwar positive Fortschritte macht, aber noch viel Arbeit vor uns liegt. Doch mit jedem Schritt, den wir gemeinsam gehen, kommen wir dem Ziel näher, eine Gesellschaft zu schaffen, in der jeder – ganz gleich, ob mit oder ohne Behinderung – die gleichen Chancen hat, aktiv zu sein und sich einzubringen. Und das ist eine positive Nachricht, die uns alle betrifft.