Hitzige Zeiten für unsere vierbeinigen Freunde: Im Kanton Schwyz haben diese Woche gleich drei Hunde das unerbittliche Schicksal eines Hitzschlags erlitten, nachdem sie in einem geparkten Auto zurückgelassen wurden. Tragischerweise mussten zwei von ihnen ihr Leben lassen. Das ist nicht nur traurig, sondern auch ein erschreckendes Beispiel dafür, wie schnell es in einem Fahrzeug heiß werden kann. Es reicht schon aus, das Auto nur für wenige Minuten ohne Klimaanlage zu verlassen – und schon können die Temperaturen auf verheerende Werte steigen.

Ein News-Scout aus einer Tiernotfallpraxis hat gar von einem alarmierenden Anstieg an Hitzschlägen bei Hunden seit dem Frühling berichtet. Und die Zahlen sprechen für sich! Laut der Susy-Utzinger-Stiftung kann sich der Innenraum eines Autos bei gerade einmal 15 Grad Außentemperatur so stark aufheizen, dass es für unsere pelzigen Begleiter gefährlich wird. Innerhalb kürzester Zeit können die Temperaturen bis auf 50 Grad Celsius klettern. Selbst im Schatten kann es gefährlich werden, wenn die Sonne ins Spiel kommt. Ein spaltbreit geöffnetes Fenster? Das reicht bei weitem nicht aus, um den Hund zu kühlen.

Besonders gefährdete Hunde

Besonders Hunde mit Qualzuchtmerkmalen, wie die kurzschnäuzigen Rassen, sind in dieser Hinsicht äußerst gefährdet. Ihr Körper hat es oft schwerer, sich selbst zu regulieren. Wenn man an einem heißen Tag einen Hund in einem Auto entdeckt, sollte man in jedem Fall die Polizei rufen, falls der Besitzer nicht auffindbar ist. Das Einschlagen einer Autoscheibe kann in einem Notfall nötig sein, aber Vorsicht! Das ist strafbar und könnte zu einer Anzeige führen. Die Kantonspolizei St. Gallen rät, im Zweifelsfall einfach zu warten und die Profis zu rufen.

Die Symptome eines Hundes in Lebensgefahr sind klar: Taumeln, eine dunkel gefärbte Zunge, glasige Augen, starkes Keuchen oder gar Erbrechen. Das sind Alarmzeichen, die man nicht ignorieren sollte. Umso wichtiger ist es, dass Hundebesitzer gut informiert sind und wissen, welche Maßnahmen sie ergreifen können, um ihre Lieblinge zu schützen.

Hitzschlag verstehen

Doch was genau passiert dabei? Ein Hitzschlag tritt auf, wenn Hunde hohen Temperaturen ausgesetzt sind und die überschüssige Wärme nicht abgeben können. Besonders hohe Luftfeuchtigkeit kann das Risiko weiter erhöhen. Wenn die Körpertemperatur über 40 Grad Celsius steigt, sind Kreislaufbeschwerden vorprogrammiert und ab 43 Grad Celsius wird es für den Hund richtig kritisch.

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Hunde können nicht schwitzen wie wir Menschen, sie regulieren ihre Temperatur durch Hecheln. Ein Sonnenstich, der durch direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken entsteht, kann sogar bei kühleren Temperaturen auftreten. Die ersten Anzeichen eines Hitzschlags sind oft starkes Hecheln, Unruhe und die Suche nach einem kühlen Platz. Spätere Symptome sind schnelle, flache Atmung, Herzrasen und hochrote Schleimhäute. Wenn kein sofortiger Handlungsbedarf besteht, kann das zu einem Kreislaufkollaps oder sogar zum Tod führen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Was tun, wenn der Fall tatsächlich eingetreten ist? Wenn der Hund bei Bewusstsein ist, sollte er sofort ins Kühle gebracht werden. Langsame Abkühlung mit einem feuchten Handtuch oder einem Gartenschlauch ist wichtig. Wasser, aber nur lauwarm, anbieten und schnellstmöglich zum Tierarzt! Ist der Hund nicht mehr bei Bewusstsein, muss er in die rechte Seitenlage gebracht und der Kopf vorsichtig gestreckt werden. Bei Atemnot sollte alles Erbrochene entfernt werden, um die Atmung zu erleichtern. Wenn gar nichts mehr hilft und der Hund nicht mehr atmet, muss eine Herzmassage durchgeführt werden – aber das ist dann die allerletzte Möglichkeit.

Hundehalter sollten sich immer bewusst sein, dass sie ihre Lieblinge nicht im überhitzten Auto lassen dürfen. Stets Zugang zu kühlen Orten und ausreichend Wasser bieten! Bei Hitze kann es ratsam sein, den Hund in den kühlen Morgen- oder Abendstunden auszuführen. Und wenn ein Hund hechelt, sollte das nicht durch Maulkörbe unterdrückt werden – denn das könnte fatale Folgen haben.