In der charmanten Kulisse von Erstfeld, im Kanton Schwyz, versammelten sich Vertreter der Urner Energiestädte Altdorf, Andermatt, Bürglen und Erstfeld zu ihrem alljährlichen Erfahrungsaustausch. Knapp 20 Teilnehmende, darunter Energiestadtberater Marcel Ochsner und Alexander Walker, der Vorsteher des kantonalen Amtes für Energie, fanden sich im Gemeindehaus ein. Das Treffen war nicht nur eine Gelegenheit zum Plaudern, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Energiepolitik.

Das Label „Energiestadt“, das in der Schweiz seit 1991 vergeben wird, zeichnet Städte und Gemeinden aus, die sich überdurchschnittlich in der Energie-, Umwelt- und Klimapolitik engagieren. Es ist mehr als nur ein Titel – es ist eine Selbstverpflichtung, die Teil der Umsetzung der Energiestrategie 2050 ist. Während des Treffens hielt Beat Betschart, Gemeinderat aus Muotathal, ein aufschlussreiches Referat über seinen persönlichen Bezug zum Energiethema und die Zusammenarbeit der Energiestadt-Gemeinden im Kanton Schwyz.

Die Vorteile des Labels

Die Diskussion drehte sich intensiv um die Vorteile, die das Energiestadt-Label für die beteiligten Gemeinden mit sich bringt. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Auszeichnung nicht nur das Engagement für erneuerbare Energien und Klimaschutz stärkt, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl fördert. Ein gewisser Stolz schwang mit, wenn man über die eigenen Fortschritte sprach. Man kann sich gut vorstellen, dass es an solchen Tagen auch mal um persönliche Anekdoten und kleine Erfolge geht – einfach weil man gemeinsam auf dem richtigen Weg ist.

In der Tat, die Kriterien für das Label Energiestadt sind klar. Gemeinden, Städte oder Gemeindeverbünde erhalten es, wenn sie mehr als 50 Prozent ihrer Handlungsspielräume umsetzen. Für die höchste Auszeichnung, Energiestadt Gold, sind sogar mindestens 75 Prozent erforderlich. Das zeigt, wie ernst es die Gemeinden mit ihrer nachhaltigen Entwicklung meinen. Es ist nicht nur ein Titel, sondern ein echtes Bekenntnis zur verantwortungsvollen Energiepolitik.

Ein Blick über die Grenzen

Die Dachorganisation „Association European Energy Award“ verleiht das Label auf europäischer Ebene und arbeitet eng mit dem Trägerverein Energiestadt zusammen. Das ist ein weiterer Anreiz für die Gemeinden, sich zu engagieren und ihre Bemühungen auch international sichtbar zu machen. Mit einem Spinnendiagramm, das zeigt, wie Gemeinden ihren Handlungsspielraum in den vorgegebenen Bereichen ausschöpfen, wird das Ganze noch greifbarer.

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In der Runde der Anwesenden – die in ihren Gesprächen auch die Herausforderungen und Chancen beleuchteten – war das Gefühl der Gemeinsamkeit spürbar. Ehrlich gesagt, es war ein inspirierender Nachmittag, der den Teilnehmenden nicht nur neue Ideen, sondern auch die Motivation gab, weiterzumachen. Wenn man so darüber nachdenkt, sind solche Treffen nicht nur Pflichtprogramm, sondern auch eine kleine Feier des Engagements. Das ist das, was zählt – und das spürt man.