Der SC Schwyz ist mehr als nur ein Fußballverein, das wird schnell klar, wenn man einen Blick auf seine Wurzeln und seine Entwicklung wirft. Die Liga, in der er spielt, ist dabei nur eine Facette. Vielmehr definiert sich der Verein über seine beeindruckende Junioren- und Juniorinnenabteilung, die nicht nur viele junge Talente fördert, sondern auch die Gemeinschaft zusammenbringt. In einer Zeit, in der soziale Strukturen auf der Kippe stehen, hat der SC Schwyz eine hohe Bedeutung für die Gemeinde. Er ist ein Ort des Zusammenkommens, des gegenseitigen Unterstützens – einfach ein Teil des Lebens hier in Schwyz.

Besonders hervorzuheben ist die große Mädchen- und Frauenfußballabteilung, die eine der größten in der Zentralschweiz ist. Hier wird nicht nur Fußball gespielt, sondern auch Identität und Selbstbewusstsein gestärkt. Die Sportanlagen, die der Verein nutzt, sind weit mehr als nur ein Rasenplatz – sie sind Teil der öffentlichen Infrastruktur, genau wie Schulhäuser und Straßen. Man darf nicht vergessen, dass diese Anlage seit 40 Jahren nicht erneuert wurde und stark beansprucht wird. Es ist höchste Zeit für eine Investition, um den Zustand der Wintersried-Anlage zu verbessern, die für die kleinsten Kinder schwer erreichbar ist und keine unmittelbare Nähe zu Schulen oder Wohngebieten hat. Irgendwie traurig, wenn man bedenkt, wie wichtig der Sport für die Jugend ist.

Der Weg zur Verbesserung

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Einige bemängeln den Restaurantbetrieb und die Werbeeinnahmen des Vereins, doch das klingt für viele eher scheinheilig. Jeder Verein ist auf Einnahmen angewiesen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ein Vergleich mit dem Mythenforum wirkt nicht wirklich zielführend, denn die Dimensionen der Projekte sind einfach nicht vergleichbar – hier reden wir von 3,2 Millionen gegenüber 20 Millionen Franken. Ein Verzicht auf eine Sportanlage würde auch keine anderen Projekte finanzieren. Es geht darum, ob die Gemeinde den Breitensport wirklich fördern möchte oder ob sie nur kurzfristige Kosten im Blick hat. Das sollte uns allen zu denken geben.

In diesem Kontext ist es auch spannend, die Initiative von F_in zu betrachten. F_in, das steht für die Verbindung von Frauen* und Fußball, hat sich zum Ziel gesetzt, Frauen in verschiedenen Bereichen des Fußballs sichtbar zu machen. Gegründet im Jahr 2004, bietet die Plattform einen Schutz- und Stärkungsraum für viele Frauen, die sich mit dem Fußball identifizieren. Es geht darum, Sexismus und Diskriminierung im Fußball entgegenzuwirken und Frauen in Fanprojekten, Organisationen und in der Medienlandschaft zu vernetzen. Hier wird aktiv daran gearbeitet, dass Frauen im Fußball nicht nur eine Randnotiz sind.

Ein starkes Fundament für die Zukunft

Das DFB hat im Dezember 2021 mit der „Strategie Frauen im Fußball FF27“ vier Hauptziele verabschiedet, um die Position der Frauen im Fußball zu stärken. Diese Strategie soll als Grundlage für alle Handlungen auf verschiedenen Ebenen des Fußballs dienen. Es wird angestrebt, die Anzahl aktiver Spielerinnen, Trainerinnen und Schiedsrichterinnen um 25 Prozent zu erhöhen – das klingt nach einem ambitionierten, aber nötigen Vorhaben! Zudem soll die mediale Reichweite des Frauenfußballs sich über alle Plattformen hinweg verdoppeln. Das ist nicht nur eine Frage der Gleichheit, sondern auch eine, die die gesamte Fußballkultur bereichern kann.

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Mit all diesen Initiativen und dem Engagement der Vereine wie dem SC Schwyz ist es offensichtlich, dass der Frauenfußball in der Schweiz und darüber hinaus auf dem Vormarsch ist. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Strukturen entwickeln und ob die Gemeinden bereit sind, in die Zukunft des Sports zu investieren. Und vielleicht – hoffentlich – wird der Fußball eines Tages wirklich für alle zugänglich und gleichberechtigt sein.