Aebi Schmidt: Auf Expansionskurs in die USA mit Blick auf die Zukunft
In den letzten Jahren hat sich bei Aebi Schmidt einiges getan. Der CEO und Verwaltungsratspräsident Barend Fruithof, ein Mann mit einem bunten Lebenslauf – vom Landwirt über Banker bis hin zum Industriechef – steht an der Spitze des Unternehmens, das dieses Jahr das 50-jährige Jubiläum des Landmaschinenfahrzeugs Terratrac feiert. Mit einem frischen Blick auf die Zukunft hat Fruithof nicht nur das Unternehmen an die amerikanische Börse Nasdaq gebracht, sondern auch ambitionierte Pläne für die Expansion in den USA geschmiedet. Diese Expansion soll den Standort Schweiz stärken und die Nachfrage nach in der Schweiz produzierten Produkten ankurbeln. Ein klarer Plan, der die Richtung für die kommenden Jahre vorgibt!
Aber es war nicht alles ein Zuckerschlecken. Der Börsengang brachte Herausforderungen mit sich. Die Aktie liegt derzeit unter dem Ausgabepreis, was unter anderem daran liegt, dass nur ein kleiner Teil der Aktien tatsächlich gehandelt wird. Trotzdem, so Fruithof, gab es viel Vertrauen von institutionellen Investoren. Das ist wichtig, denn Aebi Schmidt plant, den Umsatz bis 2030 von 2 auf 3 Milliarden Franken zu steigern – und zwar nicht nur durch organisches Wachstum, sondern auch durch Akquisitionen. Das klingt nach viel Arbeit!
Der flexible Arbeitsmarkt und die Herausforderungen
Ein zentrales Thema bei Aebi Schmidt ist die Produktion in der Schweiz. Fruithof betont, dass diese nur mit einem flexiblen Arbeitsmarkt möglich ist. Neue Regulierungen könnten die Industrie belasten. Es ist ein schmaler Grat zwischen notwendiger Regulierung und dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Notwendigkeit, die 42-Stunden-Woche und bestehende Freihandelsabkommen zu erhalten. Diese Abkommen sind essentiell für die industrielle Basis der Schweiz, denn sie helfen, die Handelsbeziehungen zu wichtigen Partnern zu verbessern und Zoll- sowie nicht-tarifäre Handelshemmnisse abzubauen. Der Zollstreit mit den USA scheint bisher nicht so schlecht verlaufen zu sein; die Schweiz hat Zölle von 39 Prozent gesenkt. Das wird als kleiner Erfolg gewertet!
Fruithof ist sich bewusst, dass die Zusammenarbeit mit dem Hauptaktionär, Peter Spuhler, auf einer langjährigen Partnerschaft basiert. Das Vertrauen ist enorm, und die Vorstellungen von Unternehmensführung sind ähnlich. Aebi Schmidt verfolgt ein „Local for local“-Modell, das dabei hilft, die Auswirkungen von Währungsschwankungen zu minimieren. In Burgdorf entstehen neue Stellen in der Verwaltung und im Engineering, insbesondere für digitale Plattformen und Forschung. Das klingt nach einer aufregenden Zeit für alle Beteiligten!
Die Rolle der Freihandelsabkommen
Freihandelsabkommen spielen eine Schlüsselrolle in der Strategie von Aebi Schmidt und der gesamten Schweizer Industrie. Sie ermöglichen einen besseren Marktzugang und fördern die Exporte. Die Schweiz setzt sich aktiv für Konzessionen bei exportstarken Agrarprodukten ein, wie beispielsweise Käse und Milchprodukte. Mit dem neuen Industriezollabbau, der am 1. Januar 2024 in Kraft tritt, werden alle Produkte zollfrei in die Schweiz importiert. Das ist ein klarer Vorteil für Unternehmen wie Aebi Schmidt, die auf internationale Märkte setzen.
Fruithof sieht auch die Notwendigkeit, eine stabile Planungsgrundlage mit den USA zu schaffen. Die Diskussionen über die Regulierung der UBS und die Auswirkungen des Verlusts der Credit Suisse auf Firmenkunden sind wichtige Themen, die die Branche beschäftigen. In dieser dynamischen Umgebung muss Aebi Schmidt flexibel bleiben und die Internationalisierungsmöglichkeiten weiterverfolgen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Geschichte von Aebi Schmidt entwickeln wird!
