Heute ist der 2.06.2026, und in Schaffhausen dreht sich alles um die Zukunft des Schwimmens. Ein Thema, das die Stadt und ihre Bewohner beschäftigt: Der geplante Neubau des Hallenbads. Wie aus einem aktuellen Bericht der KSS hervorgeht, ist dieser Neubau das dominierende Thema des Jahres. Zwölf Architekturteams haben ihre Entwürfe eingereicht, und man erwartet schnelle Entscheidungen. Doch der Weg ist nicht ganz so geradlinig, wie man sich das wünschen würde.

Die Jury hat drei der besten Projekte in eine Überarbeitungsrunde geschickt – und da ist sie, die Verzögerung. Rund ein Jahr länger müssen wir auf die neue Schwimmstätte warten. KSS-Präsident Christian Heydecker zeigt sich zwar enttäuscht, sieht aber auch die Chance für eine noch bessere Lösung. So soll die bestehende KSS-Kommission erweitert werden, um Schulen, Wellness-Nutzer und weitere Interessengruppen einzubeziehen. Schließlich geht es hier um ein Projekt, das die gesamte Gemeinschaft betrifft.

Die Herausforderungen der Alten Infrastruktur

Die alte Infrastruktur ist ein weiteres Thema, das nicht ignoriert werden kann. Immer wieder kommt es zu technischen Defekten – Pumpenausfälle, notwendige Reparaturen an Leitungen und der steigende Aufwand, um moderne Hygiene- und Temperaturstandards einzuhalten. Das alles hat natürlich seinen Preis. Höhere Betriebskosten und zusätzliche Investitionen sind unvermeidbar. Und dann sind da noch die höheren Energiepreise, die die Rechnung zusätzlich belasten. Es wird spannend, wie die KSS hier reagieren wird. Per Anfang 2026 wird erstmals in zehn Jahren die Eintrittspreise angepasst – da wird’s für manch einen wohl etwas teurer.

Im Geschäftsjahr 2025 musste die KSS einen Verlust von rund 54’000 Franken hinnehmen. Im Vorjahr sah das noch ganz anders aus: Da konnte man einen Gewinn von über 80’000 Franken verbuchen, unterstützt durch die Curling-WM 2024 in der IWC-Arena. Die Besucherzahlen im Wasserpark sind mit knapp 310’000 Eintritten zwar stabil, die Einnahmen aus Hallen- und Freibad summieren sich jedoch nur auf rund 1,59 Millionen Franken. Der Wellnesspark hingegen feiert einen neuen Rekord mit über 37’000 Besuchen und einem Einnahmenanstieg um acht Prozent auf fast 559’000 Franken. Komischerweise hat der Eispark ein wenig nachgelassen – ein Rückgang um rund 4.000 Besucher nach mehreren Wachstumsjahren, dennoch bleibt die Frequenz mit knapp 77’000 Eintritten hoch.

Ein Blick in die Zukunft

Wenn wir über die Zukunft des Hallenbads nachdenken, müssen wir auch die Herausforderungen der Gegenwart im Blick behalten. Der Umbau könnte nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Attraktivität für die Besucher erhöhen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verzögerung sich als Vorteil erweist. Denn am Ende möchte jeder Schaffhauser, dass das neue Hallenbad ein Ort der Begegnung und des Wohlbefindens wird. Ein Ort, an dem man nicht nur schwimmen kann, sondern auch relaxen und die Seele baumeln lassen kann.

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Die KSS hat viel vor – die Frage ist, ob es gelingt, alle Beteiligten unter einen Hut zu bekommen und gleichzeitig die finanziellen Herausforderungen zu meistern. Bleibt zu hoffen, dass der Neubau bald Realität wird, denn die Vorfreude auf ein modernes Hallenbad ist bei den Bürgern der Stadt spürbar. Und wer weiß, vielleicht wird dieser Neubau zu einem neuen Treffpunkt für die Schaffhauser Bevölkerung, der Generationen zusammenbringt. Wir bleiben gespannt und halten die Augen offen!