In Schaffhausen geht es drunter und drüber, und das im besten Sinne! Die Stadt hat sich auf die Fahne geschrieben, das Spielen und Bewegen von Schulkindern im Freien zu fördern. Mit dem Projekt «Schaffhuuse spielt … dusse!» – ein echt kreativer Name, muss ich sagen – wird seit 2021 bis 2024 kräftig für die Kleinsten angepackt. Das Ziel? Den Kindern genügend Freiraum zu geben, um draußen zu spielen und die Natur zu entdecken. Das klingt doch nach einer tollen Sache!

Die Stadt hat hier eine richtig gute Initiative ins Leben gerufen. Eltern werden sensibilisiert, wie wichtig Bewegung und Spiel im Freien für die Entwicklung ihrer Kleinen sind. Ein Materialset wurde entwickelt, um Quartierstraßen zu sicheren Spiel- und Bewegungsorten umzugestalten. Das ist nicht nur eine tolle Idee, sondern auch eine echte Bereicherung für die Nachbarschaft. Um das Ganze noch weiter zu bringen, wird die Maßnahme «Draussen spielen als Hausaufgabe» in Zusammenarbeit mit den Primarschulen durchgeführt. Und das Beste? In den Wohnsiedlungen wurden Spielkisten und Bewegungsbaustellen aufgestellt – da steppt der Bär!

Die Auszeichnung und ihre Bedeutung

Übrigens: Die Stadt hat für ihr Engagement im Bereich kinderfreundliche Quartiere den Preis «Gesunde Stadt» erhalten. Dieser Preis wird alle drei Jahre für vorbildliche kommunale Präventionskonzepte vergeben, und die Preisverleihung fand in Bern statt – ein schicker Ort, um so eine Auszeichnung entgegenzunehmen! Die Freude über diese Anerkennung ist groß, das hat Stadträtin Christine Thommen auch deutlich gemacht. Schaffhausen hat es sich auf die Fahne geschrieben, nicht nur für die Kinder da zu sein, sondern auch mit ihnen gemeinsam die Quartiere aufzuwerten. Nach dem Projektabschluss können die Familien ihre Ideen über das «Quartierbudget» einbringen, und die Stadt finanziert diese Vorschläge bis zu 10.000 Franken. Da kann man wirklich etwas bewegen!

Doch die Problematik ist nicht nur lokal. Auf globaler Ebene hat die WHO kürzlich einen neuen Leitfaden veröffentlicht, der genau das anspricht, was Schaffhausen vorantreibt: die Bedeutung von sicheren, inklusiven und kinderfreundlichen öffentlichen Räumen. Nur 44 % der Stadtbewohner leben weltweit in der Nähe eines offenen öffentlichen Raums. In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind es sogar nur 30 %. Das ist alarmierend, wenn man bedenkt, dass Millionen von Kindern keinen Zugang zu sicheren Spielplätzen haben. Hier kommt der neue Leitfaden ins Spiel, der evidenzbasierte Richtlinien zur Schaffung solcher Räume bietet – und das in Zusammenarbeit mit UNICEF und UN-Habitat.

Freiräume für die Zukunft

Die Notwendigkeit, kinder- und jugendgerechte Freiräume zu schaffen, wird immer dringlicher. Denn gut gestaltete öffentliche Bereiche fördern nicht nur das Spielen und Lernen, sie bieten auch einen wichtigen Kontakt zur Natur. Und das ist für das gesunde Aufwachsen von Kindern unerlässlich. Wenn man sich die Freiraumplanung anschaut, wird schnell klar: Hier ist strategisches Handeln gefragt, um die Lebensqualität aller Generationen zu sichern. Die Vielfalt von Freiraumtypologien ist entscheidend für die Qualität von Quartieren. Straßen, Wiesen, Hinterhöfe und selbst Baulücken können zu wertvollen Rückzugsorten für Kinder werden.

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In Schaffhausen ist die Entwicklung und Mitgestaltung dieser Freiräume bereits in vollem Gange. Die Stimmen der Kinder und Jugendlichen müssen gehört werden, und ihre Interessen sollten aktiv in den Planungsprozess einfließen. So wird nicht nur die Lebensqualität erhöht, sondern auch ein generationenübergreifender Austausch gefördert. Man kann nur hoffen, dass immer mehr Städte diesem Beispiel folgen und die kleinen Abenteurer in den Mittelpunkt ihrer Planungen stellen. Denn wie heißt es so schön? Kinder sind die Zukunft – und die sollte in einem Spielparadies groß werden.