Juan Castro Alvarez: Ein Abschied voller Emotionen und neue Hoffnungen in Leon
Der Handballwelt begegnet oft mit einer Mischung aus Leidenschaft und Enttäuschung, und genau diese Emotionen spiegelt das Abschiedsinterview von Juan Castro Alvarez wider. Der 35-Jährige, ein Name, der in Schaffhausen und darüber hinaus bekannt ist, hat in den letzten zwei Jahren viel erlebt. Der Umzug zurück nach Leon, wo er als Legende gilt, war eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit. „Der Umzugsstress war echt heftig, aber jetzt ist alles erledigt“, gesteht Juan. Er strahlt dabei eine gewisse Erleichterung aus, die man ihm nach den turbulenten letzten Wochen einfach abnimmt.
Die Schatten der vergangenen Saison hängen jedoch noch über ihm. Die Enttäuschung über das 0:3 in der Playoff-Finalserie gegen Kriens ist unverkennbar. „Es war ein harter Verlust im Finale“, erzählt er und lässt dabei spüren, dass nicht nur der sportliche Misserfolg, sondern auch das persönliche Bedauern, seinem Team nicht mehr helfen zu können, schwer wiegt. Kriens hatte das Momentum auf seiner Seite, und das war letztendlich entscheidend.
Rückblick auf Erfolge und Highlights
Aber es gab auch Lichtblicke! Juan blickt auf seine Zeit in Schaffhausen zurück und nennt den Meistertitel und den Cup-Sieg als persönliche Highlights. „Trotz aller Erfolge bleibt die Enttäuschung über das Verpassen der K.o.-Runde in Europa.“ Es ist ein ständiges Auf und Ab im Sport, und die Menschen in seinem Team haben ihm stets Kraft gegeben. „Die Menschen im Club sind für mich das Wichtigste“, betont er und lässt durchblicken, wie sehr ihm die Gemeinschaft am Herzen liegt.
Jetzt, wo er zu Ademar Leon zurückkehrt, wo er in den Herzen der Fans einen ganz besonderen Platz hat, wird es spannend. „Möglicherweise ist es mein letzter Vertrag als Handball-Profi“, sagt er nachdenklich. Seine vierte Rückkehr zu Ademar fühlt sich für ihn besonders an. Juan hat das Ziel, den Club international zurückzuführen, und das klingt nach einer Mission, die er mit voller Hingabe angehen wird.
Ein Ausblick auf die Zukunft
Sein Blick geht auch in die Zukunft. „Ich möchte Handball einfach genießen und im Moment leben“, erklärt er. Gleichzeitig hat er Hoffnungen für die Kadetten in der nächsten Saison. „Es wird ein harter Kampf mit Kriens, aber ich glaube an die Historie und die Möglichkeiten des Clubs, wieder erfolgreich zu sein.“ Ein schöner Gedanke, der zeigt, dass die Vergangenheit zwar schmerzt, doch die Zukunft voller Chancen steckt.
Juan bedankt sich herzlich bei den Kadetten für die letzten zwei Jahre. „Es war eine positive Erfahrung für mich und meine Familie.“ Und während er seine Koffer packt, um in Leon neu durchzustarten, bleibt die Frage: Wie wird der Handball sich entwickeln? Sportpsychologen wie Henning Thrien und Trainer André Haber betonen, dass über das Arbeiten, Wirken und auch das Scheitern im Sport oft zu wenig gesprochen wird. Vielleicht ist das genau der Schlüssel für die nächste Generation von Spielern, um in einem so emotionalen Umfeld wie dem Handball nicht nur zu bestehen, sondern auch zu glänzen.
