Unfallserie erschüttert Radfahrer in Zürich: Sicherheit auf den Straßen in Gefahr
Es gibt Momente im Leben, die uns aus der Bahn werfen – so geschehen am Mittwochabend in Benken ZH. Ein 63-jähriger Velofahrer war in eine unglückliche Kollision mit einem Personenwagen verwickelt, die ihn schwer verletzte. Der Unfall ereignete sich kurz nach 19.30 Uhr auf der Schulstrasse, als der Radler an der Einmündung in die Süchstrasse nach links abbiegen wollte. Was genau passierte, ist noch unklar. Die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft nehmen sich des Falls an und versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen.
Nach der ersten medizinischen Versorgung wurde der verletzte Velofahrer umgehend mit einem Rettungshelikopter ins Krankenhaus geflogen. Die 76-jährige Fahrerin des PKW blieb glücklicherweise unverletzt, was bei solchen Vorfällen ein kleiner Lichtblick ist. Die Süchstrasse wurde bis etwa 23.00 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt – ein weiterer Hinweis darauf, wie ernst die Situation war. Im Einsatz waren diverse Rettungsdienste, darunter ein Notarzt und die Verkehrsgruppe der Feuerwehr Stützpunkt Weinland. Sogar ein privates Abschleppunternehmen musste anrücken.
Ein weiteres Unglück auf den Strassen
Die Tragik im Strassenverkehr scheint kein Ende zu nehmen. Nur einige Tage später, am 20. März 2025, kam es in Stallikon zu einem weiteren Vorfall. Hier kollidierten zwei Velofahrer, während sie versuchten, Fußgänger zu überholen. Der 78-jährige Radler kam von Stallikon, als er in einer unachtsamen Sekunde beim Ausschwenken mit einem 51-jährigen Radfahrer zusammenstieß. Beide stürzten und erlitten teils schwere Verletzungen. Wie es der Zufall wollte, wurde der ältere Radfahrer wieder mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen, während der 51-Jährige mit einem Rettungswagen behandelt wurde. Auch hier sicherte die Kantonspolizei Zürich die Unfallstelle und befragte Zeugen zur Klärung des Geschehens.
Diese zwei Vorfälle werfen ein grelles Licht auf die Sicherheit im Strassenverkehr, besonders für Radfahrer. Statistiken des ASTRA zeigen, dass die Anzahl der schwerverletzten Personen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Insgesamt wurden 3935 Personen schwer verletzt, was einem Anstieg von 143 Verletzten entspricht. Es ist eine alarmierende Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die Anzahl der Todesfälle in der gleichen Zeit um 36 gesenkt werden konnte. Aber dennoch bleibt die Frage, warum die Zahl der Verletzten steigt – ist es die Unaufmerksamkeit? Der zunehmende Verkehr? Oder vielleicht einfach Pech?
Die Statistiken für das erste Halbjahr 2025 zeigen, dass es 92 Todesfälle und 1785 schwerverletzte Personen gab. Ein Rückgang der Todesfälle im Vergleich zum Vorjahr ist zwar erfreulich, doch der Anstieg der Schwerverletzten lässt aufhorchen. Es ist ein Thema, das uns alle angeht – die Strassen unserer Städte und Dörfer sind für viele von uns die täglichen Wege, die wir zurücklegen. Wir müssen uns fragen, wie wir die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für die verletzlichen Radfahrer, erhöhen können.
