In Schaffhausen tut sich was! Ein branchenübergreifender Berufsbildungsfonds steht in den Startlöchern, und das könnte eine echte Wende für die Ausbildungslandschaft in der Region sein. Die Idee, die nun auf dem Tisch liegt, wurde durch ein Postulat im Kantonsrat im September 2023 angestoßen. Am 3. März 2025 erhielt die Vorlage mit einer überwältigenden Mehrheit von 56 zu 1 Stimmen grünes Licht. Die Regierung sieht dieses Vorhaben als Teil ihrer Legislatur-Ziele und als Schlüsselmaßnahme gegen den drängenden Fachkräftemangel.

Die Entwicklung des Konzepts war keine Einzelleistung, sondern das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit der Dienststelle Berufsbildung und Berufsberatung sowie Vertretern der Industrievereinigung Schaffhausen und des Kantonalen Gewerbeverbands. Gemeinsam haben sie ein tragfähiges Modell ausgearbeitet, das auf dem Solidaritätsprinzip basiert. Alle Schaffhauser Betriebe sollen 1,6 Promille ihrer AHV-pflichtigen Lohnsumme in den Fonds einzahlen. Das klingt vielleicht nach einer kleinen Summe, aber die erwarteten jährlichen Einnahmen von rund 5,6 Millionen Franken könnten eine Menge bewirken.

Entlastung für die Lehrbetriebe

Die Mittel des Fonds sind nicht nur dafür gedacht, die coffeebasierte Bürokratie zu füttern, sondern sollen konkret den ausbildenden Betrieben zugutekommen. Geplant ist die Rückerstattung von Kosten für überbetriebliche Kurse, die Übernahme von Raum- und Materialkosten bei Qualifikationsverfahren sowie die finanzielle Unterstützung von Berufsbildner-Kursen. Außerdem wird auch die Förderung innovativer Projekte zur Berufsbildung in den Fokus gerückt. Das könnte für viele Unternehmen in der Region die Möglichkeit bieten, sich im Ausbildungsbereich neu zu orientieren und zu experimentieren.

Eine schlanke und kostenneutrale Verwaltung des Fonds soll gewährleisten, dass die Beiträge über die kantonale Ausgleichskasse erhoben werden. So bleibt das Budget der Lehrbetriebe entlastet und die Sicherung des Lehrstellenangebots in Schaffhausen steht auf der Agenda. Das klingt nach einem gut durchdachten Plan, der endlich frischen Wind in die Ausbildungsszene bringen könnte.

Vernehmlassung bis September 2026

Aktuell läuft die Vernehmlassung des Entwurfs, die bis zum 30. September 2026 andauert. Rückmeldungen werden über das kantonale Portal der E-Mitwirkung entgegen genommen. Es bleibt spannend, wie die Betriebe und die Bevölkerung auf die Pläne reagieren werden. Vielleicht gibt es ja auch die eine oder andere kritische Stimme, die auf mögliche Schwächen hinweist – das wäre nicht unüblich. Doch die Hoffnung auf eine positive Entwicklung ist groß.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Schaffhausen steht also vor einer entscheidenden Phase in der Berufsbildung. Mit dieser Initiative könnte nicht nur der Fachkräftemangel bekämpft werden, sondern auch die Zukunft der Region nachhaltig gesichert werden. Wer weiß, vielleicht wird der Fonds bald ein Vorbild für andere Kantone. Die Zeichen stehen auf Veränderung und das ist doch immer ein wenig aufregend, oder?