Die Hitze hat uns fest im Griff. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht über die drückenden Temperaturen reden. Und ganz ehrlich, wenn es schon in den eigenen vier Wänden so stickig ist, wie soll das erst in den Schulzimmern sein? In Baselland wurde 2023 nachweislich ein Temperaturmittel von 30 Grad gemessen, mit Spitzenwerten bis zu 42 Grad. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitlich bedenklich. Der Schweizer Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer hat nun die Nase voll und fordert ein Ende dieser Tortur. Eine verbindliche Obergrenze von 26 Grad in Schulzimmern soll her!

Lehrpersonen sehen natürlich auch die Schwierigkeiten, die mit einer Rückkehr zum klassischen Hitzefrei verbunden sind. Seit 2003 gibt es diese Regelung nicht mehr, und die Schulen haben eine Obhutspflicht – sprich, sie müssen sich um die Kinder kümmern. In vielen berufstätigen Familien ist es schlichtweg unpraktisch, kurzfristig eine Betreuung zu organisieren. Stattdessen werden kreative Lösungen gesucht: Weniger belastende Aktivitäten, Unterricht in kühleren Räumen und reduzierte Lerninhalte sind nur einige der Maßnahmen, die an den Schulen bereits umgesetzt werden.

Maßnahmen gegen die Hitze

Die Herausforderungen sind klar, und die Vorschläge zur Hitze-Bewältigung sind vielfältig. Passivmaßnahmen wie Beschattung, Begrünung und Entsiegelung könnten helfen, aber ernsthaft: Wer glaubt, dass Sonnenschutzfolien bei 42 Grad wirklich einen Unterschied machen? Da hilft nur aktive Kühlung – Klimaanlagen, Ventilatoren und funktionierende Storen sind notwendig. Aber Achtung! Viele neue Schulhäuser haben aus Kostengründen keine Klimaanlage, und die Nachrüstung ist teuer. Ein Beispiel aus Horgen ZH zeigt: Die Installation einer Klimaanlage kostete rund 450.000 Franken. Da fragt man sich, ob das wirklich Priorität hat.

Ein weiteres Problem sind die alten Schulhäuser. Die Temperaturen dort sind teilweise so hoch, dass man sich fragt, ob sie überhaupt noch als Lernort taugen. Über 35 Grad wurden bereits gemessen! Und das hat nicht nur Auswirkungen auf den Lernfortschritt, sondern auch auf die Gesundheit der Schüler. Der Lehrerverband sieht das als drängendes Problem und fordert, dass der Bund einen Grenzwert von 26 Grad Celsius festlegt, um politischen Druck aufzubauen. Wenn wir nicht bald handeln, wird die Hitze zur neuen Normalität.

Die Realität am Arbeitsplatz

Doch nicht nur in Schulen sind die Temperaturen ein Problem. Auch am Arbeitsplatz wird die Hitze zur Herausforderung. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Hitzefrei für Arbeitnehmer. Arbeitgeber müssen ab 26 Grad Maßnahmen zur Abkühlung ergreifen. Bei 30 Grad wird es schon kritisch, und ab 35 Grad darf das Büro nicht mehr als Arbeitsraum gelten. Aber die Realität sieht oft anders aus – viele Angestellte müssen bei der Hitze einfach durchhalten. Was bleibt einem auch anderes übrig? Im Homeoffice hat man selbst die Verantwortung für die Temperaturen, und draußen arbeiten? Da gibt es auch keinen Anspruch auf Hitzefrei. Man muss sich einfach anpassen.

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Die Schulen müssen entscheiden, ob sie Hitzefrei gewähren oder nicht, oft ist die Zustimmung der Eltern erforderlich. Besonders Schüler in der Oberstufe und an Berufsschulen sind meist von Hitzefrei ausgenommen. Man fragt sich, wie lange das noch gut geht. Wenn die Hitzewellen weiter zunehmen, sind wir gezwungen, endlich ernsthafte Lösungen zu finden. Ansonsten wird das Lernen bald nur noch im Schweiße des Angesichts stattfinden.